Hosentaschen-Internet bislang ein Flop

August 13th, 2008

Das mobile Internet hat sich unter den Handynutzern in Deutschland nach einer Studie noch lange nicht durchgesetzt. Nur jeder neunte Besitzer eines internetfähigen Gerätes geht auch mit seinem Handy ins Netz, berichtet das Beratungsunternehmen Accenture . Den meisten Internet-Nutzern reiche der PC zu Hause oder im Büro. Denn dieser Weg erscheint ihnen günstiger und komfortabler, berichtet das Unternehmen über seine neue Erhebung «Mobile Web Watch 2008». Obwohl 26 Millionen Nutzer in Deutschland inzwischen ein internetfähiges Mobiltelefon besäßen, surften nur drei Millionen von unterwegs im Netz. Mobiles Internet muss laut der Studie benutzerfreundlicher werden und die Anbieter sollten verstärkt Daten-Flatrates anbieten, so das Fazit.

Nicht immer blind folgen…

August 13th, 2008

Wenn Firmenchefs und Manager mit Aktien ihrer eigenen Firma dealen, muss das der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldet werden, und damit werden diese Deals öffentlich. Na ja, wenn ein Insider Aktien seiner eigenen Firma kauft, dann sollte man doch blind zuschlagen, oder? Nicht immer. Sharewise , nach eigenen Angaben die erste Finanz-Community, die Anlegerschutz mit dem Web 2.0 verbindet, hat 1,547 so genannte Director’s Dealings, die bei der BaFIN in den letzten sechs Monaten gemeldet wurden, genauer untersucht. 1,316 Käufen standen lediglich 231 Verkäufe gegenüber. Doch bei 914 Insider-Deals war die Kursentwicklung anschließend negativ. Den Vogel schoss Maxdata-Aufsichtsrat Siegfried Kaske ab. Er kaufte am 25. Mai Maxdata-Aktien zu 1, 75 Euro. “Nach der zwischenzeitlich bekannt gegebenen Insolvenz des Unternehmens notierte die Aktie am 28. Juli bei 0,32 Euro – was einem Verlust von 80,6 Prozent entspricht”, schreibt Sharewise in einer Pressemitteilung. Also sollte man den Insider-deals nicht immer blind folgen…

Die Zeiten ändern sich…

August 13th, 2008

Das Internet ist heute aus den Geschäftsmodellen der mittelständischen Unternehmen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Das zeigt die mittlerweile zehnte Neuauflage der Studie “E-Business im Mittelstand – IT und Innovationen für Unternehmer”, die IBM Deutschland und das Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ seit 1999 alljährlich gemeinsam durchführen. So äußerten jetzt 99 Prozent der vom Kasseler Marktforschungsinstitut TechConsult befragten 1.005 Firmenchefs, das Internet sei für ihr Geschäft unverzichtbar. Fast neun von zehn Unternehmern (86 Prozent) setzen dabei auf das E-Business, um ihre Wettbewerbschancen zu nutzen. Zehn Jahre zuvor waren erst 30 Prozent der Firmen überhaupt mit E-Business über das Internet geschäftlich aktiv.

Cloud Computing

July 30th, 2008

Heute müssen wir uns offenbar an ein neues buzzword gewöhnen: Cloud Computing. Marcus Rohwetter ist in der “Zeit” (Nr. 31, 24. Juli 2008 S. 19) aufgefallen, dass nicht nur Google (mit Earth, Maps etc.), sondern auch reine Verkäufer wie z. B. Amazon inzwischen dazu übergehen, ihre gigantischen Serverkapazitäten auch für normale Rechner- Nutzungen zur Verfügung zu stellen: Daten speichern, Texte schreiben, Bilder bearbeiten und sortieren etc. Schlussfolgerung für Marcus Rohwetter: Die Personalcomputer in den Haushalten sterben aus, das neue Schlagwort heißt Cloud Computing, jede normale Anwendung ist über das Netz abrufbar und kostet nichts, läuft auf den Servern der üblichen verdächtigen Giganten Google & Co – weshalb soll da noch jemand Bill Gates überteuerte Office-Software anschaffen? So erklären sich natürlich auch die verzweifelten Versuche von Microsoft, mit dem Kaufangebot von Yahoo! nicht den Anschluss zu verlieren.
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Arschgeweihe

July 24th, 2008

Mannomann! Da würgen sich Immekeppel und ich einen ab, um unserern jeweiligen Blog am Leben zu erhalten, während so ein Harald Martenstein jede Woche eine Seite im “Zeit-Magazin” kriegt. In der neuesten Ausgabe fragt er sich, wo all die Arschgeweihe geblieben sind. “Als Geweihdampf gen Himmel gestiegen, von Albatrossen eingeatmet?” Und der kriegt auch noch Geld dafür! Irgendwas machen wir falsch… Obwohl: Manchmal hat der Mann einfach geniale Ideen.

Die Britney-Falle

July 22nd, 2008

47 Prozent der jugendlichen Nutzer von Social Networking Plattformen stellen ihr Profil für alle offen ins Netz, wie eine Symantec-Umfrage ergeben hat. Symantec-Sprecherin Sabine Salbreiter beschreibt in einem Artikel auf der Firmen-Webseite die so genannte Britney-Falle. Witzig: Der Text ist so verfasst, dass er sofort in den redaktionellen Teil einer Zeitung übernommen werden könnte. Dazu zitiert sich die Autorin der Einfachheit halber gleich selbst: “Um nicht in die Britney-Falle zu tappen und zur öffentlichen Person zu werden, sollte man zunächst darauf achten, dass das persönliche Profil auf Social Networking-Seiten nur ausgewählten Personen zugänglich ist”, er-klärt Sabine Salbreiter von Symantec.” Tolle Tipps!

San Francisco

July 17th, 2008

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… haben wir schon vor Jahren durch ausgiebige Fußmärsche erkundet (das Bild zeigt den Union Square), deshalb haben wir uns am vorletzten Tag unserer Reise auf das neue de Young Museum im Golden Gate Park beschränkt. Es wurde von den Architekten Herzog & de Meuron geplant, die in Peking das Vogelnest (Olympiastadion) gebaut haben.
asfo02.jpg Die Abteilung für zeitgenössiche Kunst ist zwar riesig, aber leider eine typisch amerikanische, ziemlich ungeordnete Ansammlung von Gemälden und anderen Kunst- gegenständen. Zur Zeit läuft dort eine Ausstellung des Amerikaners Dale Chihuly, der 1968 in Murano bei Venedig das Glasbläser- Handwerk gelernt hat. Er ist in den USA sehr populär und beschäftigt inzwischen eine ganze Armee von Glasbläsern, der Maestro dirigiert nur noch. In der Kunstwelt ist ein Streit ausgebrochen, ob es sich hier um Kunst oder nur um üppige, barocke Dekorationen handelt. Das Bild zeigt eine Installation, die er nach einem Aufenthalt in Finnland gemacht hat – deshalb vermutlich auch die Birkenstämme als Basis.

So, das war’s mit dem Reiseblog – ab nächster Woche geht’s wieder um Medien, Märkte und Moneten.

Wine lessons im Napa Valley

July 16th, 2008

Unsere Reise nähert sich dem Ende. Der Montag war ein schwerer Arbeitstag, wir haben das Stanford Shopping-Center besucht – guten Gewissens übrigens, denn den sculpture garden der Stanford University mit seinen Plastiken von Rodin kennen wir schon. Anschließend waren wir in einem riesigen Outlet in Milpitas, dem Hauptsitz von Cisco Systems. Gucken, stehen, gucken, warten – das strengt richtig an. Wir haben dort so viel Zeit verbracht, dass die Zeit für einen Ausflug nach Berkeley zu Rasputin, dem größten CD-Laden in der Bay Area, nicht mehr reichte. Dafür haben wir uns noch einmal die Innenstadt von Palo Alto angesehen. Wenn man dort einen Parkplatz findet, kann man wunderbar bummeln, Kaffee trinken und bei “Borders Bookstore” stöbern.

Gestern hat uns Frank zu einem lehrreichen Ausflug ins Napa Valley mitgenommen. artesa.jpg Unsere erste Station am Anfang des Tals war die Artesa Winery, die einem spanischen Champagner- Konzern gehört. Der Tasting Room ist in einem Gebäude untergebracht, das in die Spitze eines Hügels hineingebaut worden ist. Wir haben auf eine Weinprobe verzichtet und uns lieber die Architektur und die Kunstobjekte angeschaut, wie die abgebildete Skulptur Von Gordon Huether im Park zeigt.

Der Weintourismus im Napa Valley ist nicht mit dem kümmerlichen Busreisen- Tourismus in Rüdesheim, an der Mosel oder an der Ahr zu vergleichen. aschweiz.jpg Hier geht es immer sehr gepflegt zu, die großen Wineries bauen repräsentable Anwesen und Phantasieschlösser, um dem Ganzen einen gehobenen Anstrich zu geben.
So auch in der Hess- Winery, (Bild links) wo ein schweizer Winzer eine respektable Sammlung zeitgenössischer Kunst zusammengetragen hat. Das alles soll den Anspruch unterstreichen, dass Weine aus dem Napa Valley etwas ganz besonderes sind, die nichts mit der Massenproduktion aus dem benachbarten Central Valley zu tun haben. Maßgeblich beteiligt am Aufbau des Napa Valley als markennamen für herausgehobene Weine war Robert Mondavi, dessen Winery sich nicht mit einem Schlösschen im spanisch anmutendem Phantasie- Stil begnügt – es muss auch noch ein Türmchen her, das man von der Straße sehen kann, ansonsten aber keinerlei Funktion hat.
Zu Mittag gegessen haben wir in der Oakville Grocery, wo ich gemerkt habe,, dass man in den USA besser Frank und nicht Rolf heißt. Man bestellt und bezahlt sein Essen und wartet, bis die Sachen fertig sind und man aufgerufen wird. Da kann der Name Rolf schon mal so schräg ausgesprochen werden, dass man es nicht mitbekommt und das Essen kalt wird… In der French Loundry, Amerikas berühmtesten Feinschmecker- Restaurant, musss man zwei Monate vorher einen Tisch bestellen. Für das Menue für zwei Personen plus Wein sollte man so an die 800 Dollar einstecken. Das Restaurant selbst ist übrigens von außen völlig unscheinbar – man muss halt wissen, wo es liegt.

ateppich.jpg Auch das Rubicon Estate von Niebaum Coppola legt Wert auf gepflegte Gastlichkeit – wie man sieht, wird man dort auf einem roten Teppich empfangen. Dieses Weingut zählt zu den ältesten Kaliforniens, 1880 von einem Kapitän namens Gustave Niebaum gegründet. 1975 ist der Hollywood- Regisseur Francis Ford Coppola dort eingestiegen, in der Lobby kann man seinen Oscar im Original bewundern. Hier haben wir uns durch einen 2007er Chardonnay, einen 2005er Captain’s Reserve Zinfandel, einen 2005er Syrah und einen 2005er Cabernet Sauvignon durchgearbeitet, um zum Schluss mit einem 2004er Rubicon belohnt zu werden. Der Chardonnay, erstmals nicht im Holzfasss gereift und deshalb nicht so wuchtig wie üblich, und der Rubicon, das Flaggschiff von Rubicon Estate, haben uns am besten geschmeckt. Ersteren kann man für 30 Dollar die Flasche haben, letzterer kostet schlappe 125 Dollar pro Flasche.

California dreamin’

July 14th, 2008

yosemite.jpg Also eines weiß ich: Wenn dieser Blog verschütt und unser Tagebuch verloren gehen sollte, kann ich unsere Reisestationen immer noch anhand unserer Kreditkarten- Abrechnung nachvollziehen.

Wer aus dem Death Valley Richtung Nordwesten nach San Francisco will, muss irgendwo über die Sierra Nevaada, ein Gebirgszug, der sich von Norden nach Süden erstrekt und die Deserts im Osten vom fruchtbaren Central Valley trennt. Da bietet sich der Yosemite Natural Park an, der wegen seiner Alpen- ähnlichen Anmutung besonders gerne von Amerikanern, Japanern und Hispanics besucht wird. Wir hatten am Freitag leider einen sehr diesigen Tag erwischt, an dem die imposanten, oft senkrecht aufsteigenden Granitberge kaum zu sehen waren. Dafür aber waren die Temperaturen sehr erholsam für den Körper und das satte Grün der Wiesen und Wälder für die Augen.
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Vom Yosemite Park Exit kann man, wenn man es darauf anlegt, in drei Stunden über Oakland und die Bay Bridge in San Francisco sein – oder man kann sich Zeit lassen und ein paar historische Goldgräber- Städtchen besichtigen. 1848 wurde nordwestlich des Central Valley Gold gefunden, Innerhalb kürzester Zeit entstanden die Städtchen Sonora, Columbia und Jametown, die innerhalb von zwei Jahren auf rund 20.000 Einwohner anschwollen. In Sonora haben wir in einem 112 Jahre alten, zweistöckigen Stadthotel übernachtet, mit liebevoll restaurierten Zimmern und einem Aufzug mit Scherengitter- Tür, wie man sie sonst wohl nur noch in Paris findet. Columbia und Jamestown haben sich zu einer Art gut besuchtem Freilichtmuseum entwickelt, wo man sich z.B. mit dem Sherriff vor dem Saloon ablichten lassen kann. In Jacksonville gibt es neben dem alten Bahnhof noch ein Museum der Sierra Railway, man ist sehr stolz auf fünf funktionsfähige Lokomotiven, die in zahlreichen Westernfilmen zu sehen waren, z.B. “12 Uhr mittags” oder “High Noon” mit Gary Cooper und Grace Kelly. Lock #3 war zuletzt im Film “Zurück in die Zukunft III” zu bewundern.

Seitdem sind wir für Krditkartenunternehmen – zumindest für einige Zeit – unauffindbar, denn wir sind bei guten Freunden in Los Altos Hills oberhalb des Silicon Valley angekommen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Über Skypen

July 11th, 2008

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Skypen (neudeutsch = telefonieren über das Internet) macht Spaß. Es ist natürlich kein gleichwertiger Ersatz für einen schnellen Anruf im Inlands- Festnetz, da hat man schließlich eine Flatrate. Aber wenn man über den Globus verteilt ist, spart man eine Menge Gesprächsgebühren. In Las Vegas ist es uns gelungen, vor dem Frühstück – in Deutschland war es früher Abend – eine Dreierkonferenz zu schalten. Die eine Tochter in Berlin, die andere Zuhause. Man kann stundenlang quatschen – das hat was. Jedenfalls habe ich beschlossen, meinen Asus EeePC demnächst überall mitzunehmen. 900 Gramm sind erträglich – und zumindest in den USA scheint es kein Motel- Zimmer mehr ohne Internet- Anschluss zu geben. Moderne Zeiten…