Archive for July, 2008

4th of July – mal anders

Friday, July 4th, 2008

banner.jpg Am Freitag waren wir abgemalt in einem Kaff namens Blanding, Utah. Unser roter Mazda 6 verlior Öl, aber am Unabhängigkeitstag war hier nichts zu machen. Auch am Samstag hat Montella’s Repair (“We can get you back on the road in no time!”) die Schotten dicht. Also müssen wir bis Montag warten, dachten wir. Vier Nächte in einem Kaff mit vier Tankstellen, fünf Motels, drei Restaurants, zwei Kirchen und einer Schule! Wenigstens hatten wir jetzt Zeit, unsere Klamotten in der guest laundry zu waschen. auto.jpg
Die Rettung kam von Elizabeth von der Hertz Emergency Roadside Assistance. In zwei Stunden hätten wir ein neues Auto, sagte sie – und so war es auch. Nun fahren wir einen – ebenfalls roten – Chevrolet Impala. Und das Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag konnten wir auch noch genießen…

Friday, July 4th, 2008

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Wer sagt, dass der Colorado River nur zum gucken und fotografieren da ist? Man merkt allerdings, dass er aus den Rocky Mountains kommt, er hat gefühlte 18 Grad. Was sehr gut kommt, wenn draußen 116 Grad Fahrenheit gemessen werden (knapp 47 Grad Celsius).

Man lernt nie aus

Thursday, July 3rd, 2008

monument.jpg Eine gute Woche und 750 Meilen haben wir gebraucht, um zu begreifen, dass es nicht die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, sondern viele verschiedene. Von New York und San Francisco weiß man, dass sie nicht die USA repräsentieren, oder wenn, dann das europäisch geprägte, intellektuelle Amerika. Aber auch im tiefen Südwesten, wo Arizona, New Mexico, Utah und Colorado aneinander grenzen, gibt es riesige Unterschiede. Das, was ich über amerikanische Städte geschrieben habe, gilt vor allem für die Indianer- Reservate. Man hat ihnen das ödeste Land überlassen, die karge Landwirtschaft reicht gerade mal zur Eigenversorgung. Die Menschen haben kaum Chancen auf Bildung, Beruf und Einkommen. Sie verkaufen handgefertigten Schmuck und Töpferwaren, andere Einnahmequellen sind rar.
Ganz anders dagegen die Städte außerhalb der Reservate – Moab zum Beispiel. Das “Base Camp for Adventures” zieht jede Menge Urlauber an, die die zahlreichen Nationalparks besichtigen wollen, oder wandern, mountainbiking oder river-rafting auf dem Colorado- River machen wollen. Die Stadt ist busy und zieht jede Menge junge Leute an, es gibt sogar vier Kreuzungen mit Ampeln und so etwas wie eine Flaniermeile. Hier sind wir gelandet, nachdem wir das Monument Valley besucht haben. Mjestätisch sind die Felsen schon, nur kann man die Aussicht nicht in majestätischer Stille genießen, dafür wälzen sich zu viele Touristen über die 27 Kilometer lange Schotterpiste.arches.jpg Nachdem wir wider Erwarten recht frühzeitig in Moab angekommen sind, haben wir die Abendstunden (und das -licht) genutzt, um den Arches- Nationalpark zu besuchen. Während das Monument Valley durch seine Weite besticht, hat man hier alle halbe Meile eie neue, spektakuläre Felsformation. Wenn das so weitergeht, wird unser Urlaubsvideo nur Felsen und Steine zeigen…

Sonne, Wüste und kein Alkohol

Wednesday, July 2nd, 2008

chelly.jpg Östlich vom Grand Canyon erstreckt sich ein schier endloses Hochplateau, das zuerst Hopi-Land ist und später zum Navajo- Reservat wird. Alle paar Meilen ein Schild am Highway: “Don’t drink and drive”. An einer Stelle haben wir den Grund gesehen: Polizeifahrzeuge, Ambulanz und ein Kran, der am hellen Tag in einer übersichtlichen Kurve einen Pickup, der dem Indianer mittlerweile das Pferd ersetzt, aus einer Schlucht hievt. In Navajo-Land ist konsequenterweise der Verkauf und Ausschank von Alkohol grundsätzlich verboten. So auch in Chinle, wo wir zur Zeit Station machen und den Canyon de Celly besichtigt haben. Der ist zwar nicht so groß wie der Grand Canyon, dafür kann man aber in angemessener Zeit vom Rand nach unten steigen und Pueblo-Ruinen besichtigen, die von einer Besiedlung des Canyons vor rund 1600 Jahren zeugen. Der anschließende Aufstieg in der Nachmittagssonne ist beschwerlich, man sollte genug Wasser mitnehmen,
Die Städte, die wir durchfahren haben, oder vielmehr das, was auf der Landkarte als Stadt bezeichnet wird (Cameron, Tuba City etc.), sind in europäischen Sinne keine Städte, sondern bestenfalls eine weitläufige Ansammlung von Häusern, einem General Store, einer Tankstelle und wahlweise einem Burger King, Pizza Hut oder Kentky Schried Ficken. Ein Zentrum fehlt. Kirche, Rathaus, Markt, Bahnhof, alles fußläufig und zum flanieren einladend: Fehlanzeige.
Morgen (also nach deutscher Zeit heute) haben wir einen Gewaltritt vor uns: 100 Meilen bis Kayenta, dem Eingang zum Monumnet Valley, und dann noch 200 Meilen bis Moab, Utah. Dazwischen gibt es nichts – jedenfalls nichts, wo man übernachten kann. Selbst in Moab waren fast alle Hotels ausgebucht, weil viele Amerikaner den 4. Juli, den amerikanischen Unabhängigkeitstag für ein langes Wochenende nutzen und deshalb praktisch alles ausgebucht ist. Mal sehen, wo wir am Wochenende unterkommen!