Archive for May, 2008

Firefox will ins Guinness-Buch der Rekorde

Thursday, May 29th, 2008

180×150_02_de.png Normalerweise bin ich ja kein Freund von copy&paste. Aber diesmal will ich eine Ausnahme machen, deshalb stelle ich folgende Pressemitteilung unkommentiert ein:

“MOUNTAIN VIEW, Kalifornien – 29. Mai 2008: Einen neuen Weltrekord im Guinness-Buch der Rekorde will Mozilla aufstellen. Es geht dabei um die größte Anzahl an Software-Downloads innerhalb von 24 Stunden. Der Rekordversuch ist für den Veröffentlichungstag des mit Spannung erwarteten Browsers Firefox 3 vorgesehen. Für diesen so genannten Download Day lädt Mozilla seine weltweite Community ein, diese Nachricht weiterzugeben, und die Aktion zu unterstützen – indem sie Firefox an diesem Tag fleißig herunterladen oder regionale Download-Partys organisieren.

Seit 2004 ist die Firefox-Community auf mehr als 175 Millionen User angewachsen. Firefox ist mittlerweile in 45 Sprachen verfügbar und kommt in mehr als 230 Ländern zum Einsatz. Das Engagement an der Basis spiegelt sich weltweit in kleinen Aktionen wider, wenn Menschen Firefox an Freunde und Familienmitglieder weitergeben. Der Download Day setzt diese Tradition fort. Er bündelt die Energie der Community, um das Surfen im Internet weltweit einfacher und besser zu machen.

Firefox Fans können den Guinness-Rekordversuch am Download Day unterstützen, indem sie den neuen Browser an diesem Tag auf ihren Rechner laden, Freunde und Bekannte zum Download einladen oder einen Download Day-Button auf ihrer Internet-Seite platzieren.

Wer am Rekordversuch teilnehmen will, der sollte:
– Sich hier eintragen, um Firefox 3 am Download Day zu erhalten:
http://www.spreadfirefox.com/de/worldrecord

Über Mozilla
Mozilla ist eine weltweite Gemeinschaft mit dem Ziel, frei verfügbare Open-Source-Produkte und -Technologien zu entwickeln, um das Surfen in Internet für Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Unsere Arbeit ist für alle einsehbar und wird unter Aufsicht der nicht kommerziellen Mozilla Foundation koordiniert. Die Mozilla Corporation organisiert als vollständige Tochter der Mozilla Foundation sowohl Entwicklung als auch Marketing der Mozilla-Produkte. Diese einzigartige Struktur versetzt Mozilla in die Lage, die innovativen Produkte und Projekte der globalen Gemeinschaft finanziell zu unterstützen und weiterzuführen. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.mozilla.com.

Nachtrag zum Reiseblog

Tuesday, May 27th, 2008

tomburg2.jpg Das hat GFrank aus meinem – zugegebenermaßen ziemlich nichtssagenden – Foto gemacht.

Test von unterwegs

Saturday, May 24th, 2008

tomburg.jpg So könnte ein Reisetagebuch (hier ein Bild vom Wandern in der Eifel) funktionieren. Linux ist doch nicht so schrecklich wie ich dachte…

Spieltrieb

Friday, May 23rd, 2008

Bin seit zwei Stunden stolzer Besitzer eines Asus EeePC. Das Ding kann nichts, aber das, was es kann, macht es gut. 900 Gramm, 4GB Flash-Speicher, 512 MB Memory, kein optisches Laufwerk, wirklich nur das Nötigste. Im WLAN meinen Internet-Zugang und mein E-Mail-Konto eingerichtet, und ab geht’s. Diesen Eintrag nache ich vom Terrassentisch aus, und es scheint zu klappen. Natürlich gibt es auch Wermutstropfen. Die von Asus vorinstallierte Linux-Software lässt sich nicht von überflüssigen Komponenten befreien, der Bildschirm erinnert mich daran, dass ich mal wieder eine neue Brille brauche. Aber für unterwegs gibt’s momentan nichts Leichteres für weniger als 300 Euro. Das ist durchaus eine Drohung: Ich kann nämlich jetzt von unterwegs, wenn wir z.B. von Phoenix üb er den Grand Canyon und das Monument Valley nach San Francisco gondeln, aus Medien, Märkte und Moneten vorübergehnd ein Reisetagebuch machen…

Nachtrag zum Fremdgehen

Friday, May 16th, 2008

Meine rethorische Frage “Bin ich ein Nazi?” auf der neuen antifaschistischen Netz-Plattform der Wochenzeitung “Die Zeit” haben inzwischen über 77 Leute kommentiert (Stand Freitag, 16.5.). Damit will ich mich überhaupt nicht schmücken. Sondern nur der “Zeit” gratulieren, dass sie aus dem Stand eine Initiative losgetreten hat, die sich wirklich sehen lassen kann, die überfällig war, und der sich inzwischen Hunderte von Bloggern angeschlossen haben.

Ein paar Dinge stören mich jedoch, zum Beispiel, dass man jeden Beitrag, den man verfasst, in eine Frage kleiden muss. Deshalb auch meine nicht ernst gemeinte Frage, ob ich ein Nazi sei. Die Kommentare lassen sich (bis auf die von den Moderatoren gesperrten) grob in zwei Gruppen einteilen. Die einen haben nach dem Ausschlussverfahren a la “Wer wird Millionär” bei Günter Jauch messerscharf geschlossen: Wer so eine Frage stellt, kann kein Nazi sein.

Die zweite und viel interessantere Gruppe von Kommentaren befasst sich mit meiner – ebenfalls rethorischen – Abschlussfrage, ob es sein könne, dass sich Links und Rechts in bestimmten Fragen die Hände reichen. (Ringelnatz: “Manche meinen, lechts und rinks kann man nicht velwechsern. Werch ein Illtum!”) Da gab es viele Hinweise darauf, dass die eindimensionale Deutung in Links und Rechts heutzutage nicht mehr viel zu besagen hat. Da kann man weiter diskutieren, finde ich.

Ärgerlich finde ich jedoch immer noch die Beschränkung, Beitrage in der Überschrift in eine Frage kleiden zu müssen. Meinen nächsten Beitrag, ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die von den Nazis geschürte Xenophobie, ist erst gar nicht erschienen, weil ich die Frage gewählt habe: “Sind Ausländer wirklich Parasiten?” Eine freundliche Mitteilung des Moderators sagte mir, erfahrungsgemäß würde der Begriff “Parasiten” die Diskussion in falsche Bahnen lenken, ich möge doch bitte meine Überschrift ändern. Leider bin ich, technisch gesehen, zu blöd dazu.

Studie: Radio-Communities

Thursday, May 15th, 2008

Eine Studie der TU Berlin/Steinbeis University kommt zu dem Schluss, dass sich kein Medium so gut für die Vernetzung mit dem Internet eigne wie das Radio und die lange Tradition der Hörerclubs den Radiosendern im Web beste Startvoraussetzungen für Communities biete. Mehr Informationen auf www.radiozentrale.de

Köhlers Monster-Vergleich: nicht sehr glaubwürdig

Thursday, May 15th, 2008

Bundespräsident Horst Köhler hat die internationalen Finanzmärkte mit einem Monster verglichen und den Banken Versagen vorgeworfen. Die Finanzwelt habe sich in der Finanzkrise mächtig blamiert, sagte Köhler, der früher Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, dem Magazin «Stern». Nach dem Versagen vermisse er seitens der Banken „ein klar vernehmbares mea culpa“ als Schuldeingeständnis.
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Der Reiz des Fremdgehens

Saturday, May 10th, 2008

screenshot.jpg Die Wochenzeitung “Die Zeit” hat dankenswerterweise eine Netzinitiative gegen Neonazis gestartet, in der ich am Freitag einen Beitrag gepostet habe. Mannoman, 17 Kommentare in 20 Stunden! Drei stammen offenbar von Neonazis, denn sie sind von den Moderatoren entweder gelöscht oder stark gekürzt worden. Jetzt weiß ich, was den Reiz des Fremdgehens ausmacht – es ist der Kick, den man bekommt. Muss man ja nicht auf andere Gebiete übertragen… Jetzt weiß ich übrigens auch, weshalb ich zwar einige wohlgesonnene Leser habe, die aber lieber bei Spon oder sonstwo kommentieren – die Masse machts’s.

Schiefe Bilder

Thursday, May 8th, 2008

www.jpg

20 Grad, blauer Himmel, laues Lüftchen – da wird man doch nicht vor dem Computer hocken und sich Gedanken über Web 2.0 und die Blogosphäre machen. Wollte ich auch nicht. Dumm ist nur, dass Donnerstags immer “Die Zeit” vor der Haustür liegt, und sich diesmal Stefan Niggemeier, Mitgründer von BILDblog.de, in der zweiten Ausgabe von “Internet Spezial”, einem Sonderheft der Zeit, über Blogs geäußert hat. Wie Trüffel im Schlamm seien gute Blogs nur schwer zu finden, aber wer sie findet, sei oft schneller und genauer informiert als andere, schreibt er, und führt Beispiele für die differenzierte Berichterstattung in Blogs an, aber auch Gegenbeispiele, in denen der Mob tobt. “Dass Gegenöffentlichkeit eine gesittete, disziplinierte, höfliche Veranstaltung werden würde, war nie anzunehmen.” Wohl wahr. Aber welchen Trost hat Stefan für uns parat? “All den Schlamm, in denen die Trüffel stecken, werden wir lernen zu ignorieren. Anders als jede Maschine ist der Mensch in der Lage, in einer vollen Kneipe mit Hintergrundmusik Gespräche mit einem einzelnen Gegenüber zu führen, der auch nicht lauter spricht als alle anderen. Und unser Gehhirn kann aus dem unglaublichen Getöse die relevanten Geräusche herausfiltern. Dieses Kunststück wird uns im Internet mit etwas Übung auch gelingen.” Ein schönes, aber schiefes Bild. Denn es geht schließlich nicht um den Dialog zwischen mir und meinem Gegenüber, sondern um den neuen Gast, der in die Kneipe kommt. Wie findet der in dem unglaublichen Getöse die interessantesten Dialoge? Und hat nicht vielleicht der einsame Whiskytrinker an der Theke, der beharrlich schweigt, die die interessanteste Geschichte zu erzählen? Wie Ihr seht, kenne ich mich mit Kneipen gut aus…

Wer lernt von wem?

Tuesday, May 6th, 2008

Titelseite MMM 04/08 Eine Interview-Serie der Süddeutschen Zeitung zur Zukunft der Medien fiel kürzlich auf mit kampagnenhaften Titelparolen wie „Google News ist unser Feind“, „Wir werden von Blogs und Gelaber überflutet“, „Der Blogger-Schreck“ oder „Blogger gehen nach dem Copy-and-Paste-Prinzip vor“. Die Beiträge selbst seien sehr viel differenzierter gewesen, meint Christiane Schulzki-Haddouti in einem Artikel der medienpolitischen Zeitschrift „MMM“ der Gewerkschaft ver.di. Den Titeln sei vor allem die redaktionelle Skepsis gegenüber der Bloggerwelt anzumerken, sie verrieten jedoch wenig von der Komplexität der sich sehr dynamisch entwickelnden Blogsphäre. „Dabei könnten Journalisten von Bloggern gleich in mehrfacher Hinsicht lernen“ schreibt sie, und überschreibt ihren Beitrag denn auch „Mit Bloggern auf Augenhöhe“ – und nicht etwa: „Mit Journalisten auf Augenhöhe“.