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Archive für April 2008

Ausstellung: Radical Advertising

Der Eintrag von G.Frank hat mich sehr neugierig auf die Ausstellung im Museum Ludwig gemacht. Nun muss ich mir aber noch einen zweiten Gang ins Museum vormerken: Die Ausstellung Radical Advertising im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf, vom 5. April bis 26. August 2008 (Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 20:00 Uhr, Freitags bis 24:00 Uhr).

Wer kennt sie nicht, die provozierenden Schwarzweißfotos, beispielsweise von einer ölverschmierten Ente, die die nächsten Stunden nicht überleben wird? Auffallen und Provozieren um jeden Preis - nicht nur das Modelabel Benetton hat Ende des vergangenen Jahrhunderts einen Paradigmenwechsel in der Werbung eingeleitet. Seitdem das Web, Mobilfunk und Instant Messaging zum Alltag gehören, müssen wir uns mit völlig neuen Werbeformen herumschlagen: Buzz-Marketing, Guerilla- und Ambient-Werbung, Web2.0. Die Ausstellung zeigt nicht nur viele dieser Kampagnen, sondern auch kritische Kunstreflexionen von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Cindy Sherman und Daniel Buetti. Wer die Ausstellung nicht besuchen kann, sollte hier einen virtuellen Rundgang starten.

Machen Blogs reich?

Münzen auf meinem SchreibtischMich jedenfalls nicht. Aber in den USA werden offenbar für erfolgreiche Blogs schon Millionen geboten. Die ganze Story von Marcus Bösch ist bei meinem Arbeitgeber nachzulesen: Deutsche Welle Reinschauen sollte man vielleicht auch in die Blogschau , die jetzt einmal pro Woche im deutschen Programm läuft und als Audio runtergeladen werden kann.

Ausstellung „Köln progressiv“ im Museum Ludwig

canox5v8.jpgDie Künstlergruppe “Kölner Progressiven” wurde mehrfach wieder entdeckt: Zunächst von den 68ern und heute von der Amerikanerin Lynette Roth. Präsentiert werden rund 50 Bilder und 90 Grafiken von Heinrich Hoerle, Franz Seiwert und Gerd Arntz aus den 20er Jahren. In dem ihnen völlig eigenem (kon-)strukturalistischen Stil zeigen Ihre Arbeiten Antagonismen im Kapitalismus: Dem Gegensatz zwischen arm und reich, zwischen oben und unten, zwischen Proletariat und Kapital, zwischen Prostitution und Freier, zwischen Objekt und Subjekt in der Photografie … Ihr Interesse gilt - inhaltlich wie künstlerisch – der Darstellung des Strukturellen und nicht dem individuellem Erleben oder der persönlichen Portraitierung wie etwa bei Otto Dix und Georg Grosz. Es ist eine außerordentlich sehenswerte Ausstellung, zu der die Kuratorin aus Baltimore uns (Rheinländer) bis zum 15.6. die Türe geöffnet hat.