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Archive für März 2008

EZB als Krisenmanager?

Sitzungssaal der EZB, Quelle: EZB An den globalen Finanzmärkten knirscht es heftig. Vor allem die US-Notenbank versucht verzweifelt, die Krise einzudämmen - zum Beispiel durch deutliche Zinssenkungen. Am Donnerstag berät auch die Europäische Zentralbank über die Leitzinsen. Kann und soll sie gegensteuern?
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Unter der Steuerknute

geld.jpg Im Mittelalter haben die Menschen über den Zehnten gestöhnt, der bekanntlich des Königs war. Ach was waren das für goldige Zeiten! Die OECD hat in dieser Woche einen Ländervergleich der Steuerbelastung herausgebracht. Die Ergebnisse für Deutschland sind beschämend: Gering- und Durchschnittsverdiener werden vom deutschen Steuer- und Abgabensystem am stärksten belastet. Von 100 Euro Arbeitskosten kamen bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener 2007 nur 47,80 Euro an, heißt es in der OECD-Studie. Die restlichen 52,20 Euro wurden an Steuern und Abgaben abgeführt. In den 30 OECD-Staaten ist die Belastung nur in Belgien und Ungarn noch größer. (Eine Zusammenfassung der Studie findet sich hier. ) Mit anderen Worten: Der Steuerstaat quetscht vor allem die Mittel- und Geringverdiener aus, die Reichen werden entlastet. Ab etwa 65.000 Euro Jahreseinkommen ist die Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland regressiv - wer mehr verdient, muss davon immer weniger abgeben. Gut verdienende Singles müssen deutlich weniger abführen als noch im Jahr 2000. Besonders weit über dem OECD-Mittel liegt in Deutschland die Abgabenlast für Alleinerziehende mit geringem Einkommen (zwei Kinder und 2/3 des Durchschnittslohns von 40.000 Euro). Für diesen Personenkreis liegt die Abgabenquote im OECD-Mittel um rund 80% unter deutschem Niveau. Schuld daran hat die so genannte kalte Progression. Sie frisst Lohnerhöhungen teilweise wieder auf, weil Arbeitnehmer mit ihr automatisch in höhere Besteuerungen rutschen. Bei Gering- und Normalverdienern sei deshalb von der Steuerentlastung 2001 von zwei Prozentpunkten wegen der Teuerung und geringer Reallohnzuwächse fast nichts mehr übrig, erklärte die OECD.

Steilvorlage

tasteit.JPG Nun hat also auch die Informations- und Kommunikationsbranche das Thema Klimawandel und Umweltschutz entdeckt. Auf der diesjährigen Computermesse CeBIT in Hannover konnte man sich nicht retten vor dem Schlagwort Green IT, der grünen Informationstechnologie. Und, ganz erstaunlich: Jeder, aber auch wirklich jeder namhafte Aussteller bekräftigt, den Umweltschutz und die Verminderung von CO2-Emissionen schon längst zu praktizieren - man habe es nur nicht genügend kommuniziert.
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Green IT - das schlechte Gewissen

cebitfahne.JPG Irgendwie merkt man, dass die Informations- und Kommunikationsbranche in Sachen Umweltschutz und Klimawandel ein enorm schlechtes Gewissen haben muss. Als im vergangenen Frühjahr der G8-Gipfel in Heiligendamm den Klimawandel in die Weltnachrichten brachte, war die CeBIT längst vorbei, und die Branche hatte das Thema komplett verschlafen. Das soll diesmal ganz anders werden. Noch nie ist auf einer CeBIT ein Thema so apodiktisch zum Mega-Thema erklärt worden wie die “Geen IT”, die grüne Infromationstechnologie, die die Branche nach eigenem Bekunden schon längst praktiziert. Mehr…

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