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Blogroll
Archive für 2.12.2007
Kaioo - das erste echte soziale Netzwerk im Internet?
2.12.2007 von rolf.
Zugegeben, sieht etwas spartanisch aus, die Startseite von Kaioo. Ihre Betreiber behaupten vollmundig, dies sei die erste echte Social Community im Internet. Die Betreiber sind zwei Bertelsmänner: Thomas Kreye, Ex-Chef der Unternehmensentwicklung beim Gütersloher Medienkonzern, und Rolf Schmidt-Holtz, Chef des zweitgrößten Medienkonzerns der Welt. Werbeeinnahmen sollen gespendet werden, die Mitglieder sollen entscheiden, wofür, und die Privatspähre soll auch gewahrt bleiben: Nutzerdaten würden nicht an Dritte weiter gegeben, heißt es auf der Startseite. Zitat: “Auf kaioo kannst Du Dich mit Deinen Freunden vernetzen, ein Profil anlegen, Nachrichten schreiben, Deine Fotos hinzufügen, neue Leute kennenlernen, in Gruppen diskutieren und vieles mehr.” Wie sagt Kaiser Franz immer? Schau’n wer mal.
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Zwei Artikel, eine Frage…
2.12.2007 von rolf.
Der Bonner “General-Anzeiger” sorgt bisweilen für unfreiwillige Komik: “Demonstranten fordern Hinrichtung von britischer Lehrerin” heißt es in der Wochenendausgabe auf Seite vier. Eine Horde wildgewordener Muslime marodiert durch die sudanesische Hauptstadt Khartum und will eine Lehrerin lynchen, weil in ihrem Unterricht ein Teddybär Mohammed getauft worden ist. Das beleidge den Islam, skandiert der mit Schlagstöcken, Messern und Äxten bewaffnete Mob. Kann mir jemand sagen, wie viele notorische Gewaltverbrecher in den Gefängnissen sitzen und unter Gottes Sonne frei herumlaufen, die von ihren Eltern ebenfalls Mohammed getauft wurden? Beleidigen die nicht den Islam? Lustig: In der Reisebeilage des General-Anzeigers wird dafür geworben, Urlaub im Sudan zu machen. Entweder mit Marco Polo für 3.919 Euro oder für 4.795 Euro mit Studiosus, jeweils 14 Tage inklusive Flug. Ja gerne, aber nur, wenn mir jemand dafür 100.000 Euro dazu gibt und ich meinen Plüschteddy straffrei mitnehmen kann. Der hat noch keinen Namen…
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Das eine tun, das andere nicht lassen
2.12.2007 von rolf.
Mehr Überwachung fordern, um Kindesmisshandlung mit Todesfolge zu verhindern, und gleichzeitig gegen den Überwachungsstaat und die Vorratsdatenspeicherung protestieren - geht das? Sehr wohl, schreibt Marion Wolff in ihrem Chillout-blog. Recht hat sie!
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Streik im Internet!
2.12.2007 von rolf.
Dass Second Life jede Menge Unternehmen, Institutionen (z.B. Kirchen), Organisationen (z.B. Gewerkschaften), ja sogar Staaten (mit virtuellen Botschaften) anlockt, liegt auf der Hand: Man möchte sich auch in der virtuellen Welt von der besten Seite zeigen und möglichst viele Avatare von der eigenen Sache überzeugen - in der Hoffnung, dass sich das auch in der realen Welt rumspricht. Italienische Gewerkschafter haben jetzt gezeigt, dass man den Spieß auch umdrehen kann. IBM Italien wollte seinen Angestllten die jährliche Gewinnbeteiligung streichen - woraufhin 1.850 Avatare aus 30 Ländern in SL vor den sieben virtuellen IBM-Niederlassungen protestierten. Mit Erfolg: Der (reale) Chef von IBM Italien trat zurück, die geplante Streichung der Zulage ist vom Tisch. Die ganze Geschichte hat Maik Söhler in der Zeitschrift Publik geschrieben. Köstlich!
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