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Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Medien, Märkte, Moneten - Rolf Wenkels Blog für Februar, 2007.

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Archive für Februar 2007

Zweifelhaftes Foto des Jahres

Charlotte hat auf einen interessanten Artikel in der Online-Ausgabe der “Berliner Zeitung” zur Genesis des Fotos des Jahres hingewiesen. Ein Foto hat nur Chancen, zum “World Press Photo of the Year” zu werden, wenn es eine eine starke Aussage hat, wenn es einen Sachverhalt so verdichtet, dass jeder auf den ersten Blick sagt: Wow, so isses! Bei den Milliarden von Fotos, die täglich auf diesem Planeten geschossen werden, kommt das nur sehr selten vor. Klar, dass da der Anreiz besteht, ein bisschen nachzuhelfen. Entweder, indem man die Umstände des Zustandekommens verschleiert (was wie ein Schnappschuss aussieht, ist oft kunstvoll arrangiert etc.) - oder Photoshop bemüht. Ein Foto, zumal ein digitales, sagt deshalb oft mehr über den Retuschekünstler aus als über die Wirklichkeit. Trotzdem werden die Menschen immer noch dem glauben, was sie mit eigenen Augen gesehen haben - weil sie meinen, sie hätten die Wirklichkeit gesehen.

Studie analysiert Blogger

Die „Blogstudie 2007“ wurde vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig (Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Janine Bogosyan) mit Unterstützung der Suchmaschine Ask.com als selbstselektive Online-Umfrage durchgeführt. Im Zeitraum vom 06. bis 30.12.2006 beteiligten sich insgesamt 605 Nutzer an der Umfrage. Demnach meinen gut die Hälfte der Blognutzer (55,4%), dass Bloginhalte Einfluss auf die öffentliche Meinung haben und fast ebenso viele (53,8%) behaupten sogar, dass Blogs gesellschaftliche Veränderungen bewirken können. 41,1% widersprechen dem (5,1% enthielten sich).
Den Grund für diese unterschiedliche Wahrnehmung vermutet Prof. Dr. Ansgar Zerfaß und sein Team darin, dass Blogs je nach Urheber und Profil eine sehr unterschiedliche Wertigkeit haben. Aus Sicht der Befragten seien Fachblogs von Experten und Blogs von Medien/Journalisten wichtige Impulsgeber für neue Ideen, Themen und Meinungen. „Neue Themen entdecken“, „Mir eine Meinung bilden“, „Ansatzpunkte für neue Ideen finden“ – dies erwarten sich 69,3% der Befragten von Fachblogs, 62,7% von journalistischen Blogs und immerhin 56,3% von Medienblogs etablierter Zeitschriften und Sender.
Verblüffend“ finden die Wissenschaftler hingegen „das gute Abschneiden privater Blogs. Nur 12,1% der Blognutzer trauen den dort veröffentlichten Inhalten nicht.“ Sorry, aber bei manchen klickt ´s eben später.
http://www.blogstudie2007.de/inc/blogstudie2007_ergebnisbericht.pdf

…und da hat’s Klick gemacht!

Jeden Tag dasselbe: Du machst Deinen Briefkasten auf, findest anderthalb Kilo Hochglanzprospekte, die ungelesen in die Tonne wandern. Die Nachbar kommt runter, entsorgt seine anderthalb Kilo Hochglanzprospekte und erwähnt beiläufig, er habe sich einen iMac gekauft. Plötzlich wirst Du wach: „Apple, ist das nicht eine Apotheke?“ „Jau. Aber die halten ihr Versprechen. Auspacken, anschließen und loslegen.“. Plötzlich kommst Du ans Nachdenken. Wär’ das nicht auch was für mich? Den Rest des Eintrags lesen »

Google-Krake auf die Finger geklopft

Die Internetsuchmaschine Google darf nach einem Gerichtsurteil in Belgien die Artikel zahlreicher nationaler Tageszeitungen nicht mehr verbreiten. Sollten weitere Gerichte der Entscheidung folgen, droht das “Aus” für Googles Nachrichtendienst.

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Wort oder Bild?

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Das beschäftigt mich schon lange: Arbeite ich in einem Medium, das überhaupt noch ernst genommen wird, oder hat das Radio den Wettbewerb mit dem Fernsehen nicht schon längst verloren? Wenn ich im Studio bin und habe eine Eilmeldung auf dem Schirm, die von mindestens einer weiteren Agentur ebenfalls verbreitet wird, kann ich das über den Sender geben - quasi in Echtzeit. Das Fernsehen braucht da etwas länger. Und überhaupt: Für mich ist Fernsehen assioziatives Gestammel zu bunten Bildern. Der Rezipient glaubt, informiert zu sein, hat aber nur irgendwelche Bilder gesehen - der Inhalt der Nachricht selbst bleibt selten haften. Andererseits blicken TV-Kollegen milde lächelnd auf mich herab und sagen: “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”. Den Rest des Eintrags lesen »

Zurückblättern lohnt sich…

Kann sein, dass überhaupt keiner in meinen Blog guckt. Kann aber auch sein, dass zufällig der letzte, oben stehende Erguss aus meinen Tasten ( früher sagte man “aus meiner Feder” ) nicht interessiert. Na ja, da kann man doch nach unten scrollen, oder?

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