Archive for October, 2006

Buchtipp: Kassensturz

Tuesday, October 31st, 2006
hickelcover.jpgRudolf Hickel: Kassensturz. Sieben Gründe für eine andere Wirtschaftspolitik. Rohwolt Sachbuch, 255 Seiten, 14,90 Euro. Eine gewisse Seelenverwandtschaft zu Gustav A. Horn lässt sich nicht verleugnen: Beide Autoren erklären die angebotsorientierte, neoliberale Wirtschaftspolitik, die den Unternhmern Zucker in den Arsch bläst und den Arbeitnehmern Verzicht predigt, für gescheitert. Aber welch ein Unterschied zu Gustav A. Horns Deutscher Krankheit (s.u.): dieses Buch ist wirklich lesbar! So klar und verständlich geschrieben, dass selbst Politiker begreifen müssten, was sie seit 30 Jahren falsch machen. (more…)

Zettelkasten

Monday, October 30th, 2006
Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich zugeben: ich weiß nicht, warum ich diesen Blog eröffnet habe. Kann durchaus eine Art von Exhibitionismus sein. Andererseits gefällt mir die Vorstellung, eine Art Zettelkasten zu haben, in den man alles hineinstopfen kann, wozu man tagsüber im Job nicht kommt. Reizvoll ist auch die Vorstellung, in welche Richtung dieser Blog mal gehen könnte. Je nachdem, wer mitbloggt, kann das ganz unterschiedlich ausfallen. Genau davon leben die Blogs vermutlich: vom Mitmachen der anderen. Oder Neudeutsch: Interaktivität. Warum haben Medienunternehmen, darunter auch mein Arbeitgeber, das Web 1.0 so schnell für sich okkupiert? Ganz einfach: es kam ihrem gewohnten Selbstverständnis entgegen. Web 1.0 war eine Einbahnstraße, und die sind wir Radiomenschen gewöhnt: wir blasen nur in eine Richtung. Mit Blogs und Web 2.0 könnte das anders werden. Aber auch besser? Mal sehen.

Buchtipp: Die deutsche Krankheit

Monday, October 30th, 2006

Sparwut-Buchcover

Gustav A. Horn: Die deutsche Krankheit – Sparwut und Sozialabbau. Thesen gegen eine verfehlte Wirtschaftspolitik. Hanser-Verlag, 197 Seiten. Ein Buch für Hardcore-Volkswirte – auch wenn das Cover gefällig aufgemacht ist und der Text auf der Rückseite sehr populistisch daherkommt: “Mit immer den gleichen Rezepten versuchen Politiker und Ökonomen seit Jahren den Aufschwung herbeizuzaubern: Kündigungsschutz lockern – Löhne runter – Sparen auf Teufel komm raus. Dass diese Rezepte nicht funktionieren, stört sie nicht.” (more…)

Jazz muss man suchen

Monday, October 30th, 2006
Wer Jazzkonzerte auf Video oder DVD aufnehmen will, hat Pech in der deutschen Frensehlandschaft – dieses Genre kommt so gut wie nicht vor in der ARD, erst recht nicht bei den Privaten. (more…)

Manager und Moral

Sunday, October 29th, 2006
So, wie es aussieht, steht der deutschen Wirtschaft eine neue Moraldebatte ins Haus. Die Wochenenden benutzen Poltiker gerne, um sich in den Sonntagszeitungen mit markigen Sprüchen zu Wort zu melden, in der Hoffnung, noch am Montag die politische Debatte in Berlin zu bestimmen, wenn dort der parlamentarische Alltag wieder beginnt. An diesem Wochenende (28./29. Oktober) haben, gefragt oder ungefragt, Politiker von Union und SPD die unethische Profitgier einiger deutscher Konzerne kritisiert. Ziemlich scheinheilig, wie ich finde.

Bürgerjournalismus oder Abzocke?

Saturday, October 28th, 2006
(Diesen Beitrag habe ich bereits in einem anderen Blog geschrieben, aber ich finde, er passt sehr gut zu “Medien, Märkte und Moneten”.)

Demnächst hat jeder Dummdödel ein 3-Megapixel-Handy und macht Berufsfotografen Konkurrenz. Der “Stern” gründet eine Bildagentur für Hobbyfotografen, “Bild” stellt Presseausweise für “Leser-Reporter” aus (d.h. wohl eher für Hobby-Paparazzi), das Magazin “Max” (Verlag Milchstraße/Burda) bettelt Flikr-Teilnehmer an, Fotos honorarfrei zu überlassen. Die einen nennen das euphorisch “Bürgerjournalismus” und knüpfen daran Hoffnungen wie seinerzeit an die Offenen Kanäle der 70er Jahre, die anderen (wozu auch ich mich zähle) nennen es Content-Klau, um Kosten zu sparen und Honorare für Freie Mitarbeiter zu drücken. Wenn Ihr Euch näher informieren wollt, empfehle ich Euch den Artikel “Billige Reporter” aus dem Gewerkschaftsmagazin “Menschen machen Medien” und eine Empfehlung,wie man als Hobby-Fotograf auf Max-Bettelbriefe antworten sollte.

Nigel Kennedy kommt nicht nach Leverkusen

Saturday, October 28th, 2006
Habe mir Mitte September die neueste CD des Geigers Nigel Kennedy gekauft (ja, gibt’s noch, trotz p2p-Netzen!): “Blue Note Sessions” heißt sie. Kennedy ist in der E-Musik eine anerkannte Größe, irritiert aber das etablierte E-Musik-Publikum mit seiner Irokesenfrisur und und seinem heftigen Slang. Hier spielt er statt Beethoven und Bach guten Jazz – mit Ron Carter am Bass, Jack de Johnette am Schlagzeug, Joe Lovano und Jo Allen Tenorsaxophon, Kenny Werner am Klavier. Eine wunderbare Scheibe. (more…)

Videoportale – die neuen Geldmaschinen

Saturday, October 28th, 2006
Früher haben die Leute Nachrichten, Klatsch und Tratsch auf dem Marktplatz ausgetauscht. Das war vergnüglich und umsonst. Heute haben wir – dank Web 2.0 – viel mehr Quellen für Klatsch und Tratsch, nämlich das Internet. Und da kann man mit Klatsch und Tratsch richtig Geld verdienen.

Hallo Welt!

Friday, October 27th, 2006

Willkommen zum Blog über Medien, Märkte und Moneten. Natürlich bin ich auch dankbar für andere Themen.- Jetzt nichts wie ran ans Bloggen!