Archive for the ‘Zettelkasten’ Category

Don’t talk up a global recession

Tuesday, August 19th, 2008

Uff, wusste gar nicht, dass ich so gut englisch kann…

Rezession? Warum?

Monday, August 18th, 2008

Warnungen vor einer Delle in der Weltkonjunktur werden immer zahlreicher und immer lauter. Kommt es wirklich so schlimm, wie man demnach befürchten müsste? Ich habe da meine Zweifel…. (more…)

„Classic Hits are Buried“

Friday, August 15th, 2008

Ich kam zum Lesen, sah das neue Design dieses Blogs und erinnerte mich an Jakob Nielsens Top 10 Fehler-Liste zur Blog-Usability aus dem Jahre 2005. Diese Liste ist ebenso schnell (unter http://www.useit.com/alertbox/ ) gelesen wie Blogs damit vernichtend beurteilt – doch stimmt der 10-Punkte-Katalog noch? Steigende Nutzerzahlen könnten ja darauf hinweisen, dass so manche der früher angemahnten Unzulänglichkeiten heute längst kein Problem mehr sind. Ein Hinweis von Nielsen finde ich aber auch für den wenkelblog zutreffend, nämlich Punkt 5 „Classic Hits are Buried“. Anders formuliert: Gute Blogartikel sollten langfristig sichtbar bleiben, entweder in Form einer speziellen Liste oder als Verlinkung von aktuellen Artikeln auf die „Evergreens”.

Die Kaufhäuser sterben

Wednesday, August 13th, 2008

Hiobsbotschaften aus dem deutschen Einzelhandel: Hertie meldet Insolvenz an, die Bekleidungshaus-Kette Sinn-Leffers ebenso. Ich habe über die Ursachen der Krise mit Marco Atzberger vom Kölner Handels-Forschungsinstitut EHI gesprochen. Hier die ganze Story.

Arschgeweihe

Thursday, July 24th, 2008

Mannomann! Da würgen sich Immekeppel und ich einen ab, um unserern jeweiligen Blog am Leben zu erhalten, während so ein Harald Martenstein jede Woche eine Seite im “Zeit-Magazin” kriegt. In der neuesten Ausgabe fragt er sich, wo all die Arschgeweihe geblieben sind. “Als Geweihdampf gen Himmel gestiegen, von Albatrossen eingeatmet?” Und der kriegt auch noch Geld dafür! Irgendwas machen wir falsch… Obwohl: Manchmal hat der Mann einfach geniale Ideen.

Studie: Radio-Communities

Thursday, May 15th, 2008

Eine Studie der TU Berlin/Steinbeis University kommt zu dem Schluss, dass sich kein Medium so gut für die Vernetzung mit dem Internet eigne wie das Radio und die lange Tradition der Hörerclubs den Radiosendern im Web beste Startvoraussetzungen für Communities biete. Mehr Informationen auf www.radiozentrale.de

Trialog

Monday, April 28th, 2008

Hab’ heute mit Marion Wolff vom Chillout-Blog einen Beitrag produziert. Während der Techniker meine Versprecher herausschnitt, meinte er, seine Aufträge würden bis nach seiner Pensionierung reichen. Ich meinte, laut Vorschlag der Bundesbank wäre seine Pensionierung aber erst mit 68,5 Jahren akut. Er: “Dann reichen die, bis ich 70 bin, und danach kassiere ich immer noch 30 Jahre Rente.” Ich: “Genau. Und als Trainings- oder Übungsleiter kannst Du noch Dein Arbeitszimmer bei der Steuer absetzen.” Marion: “Genau. Die eine Hälfte als Studiotechniker, die andere Hälfte als Übungsleiter.” Ich: “Da kann man doch noch doppelte Haushaltsführung absetzen.” Marion: “Quatsch. Viel wichtiger ist die Frage, ob Du als Schizophrener auch außergewöhnliche Belastungen geltend machen kannst.” Das konnten wir aber alle drei nicht aus dem Stehgreif beantworten, und deshalb wandten wir uns notgrdrungen wieder unserer Arbeit zu…

Ausstellung „Köln progressiv“ im Museum Ludwig

Wednesday, April 2nd, 2008

canox5v8.jpgDie Künstlergruppe “Kölner Progressiven” wurde mehrfach wieder entdeckt: Zunächst von den 68ern und heute von der Amerikanerin Lynette Roth. Präsentiert werden rund 50 Bilder und 90 Grafiken von Heinrich Hoerle, Franz Seiwert und Gerd Arntz aus den 20er Jahren. In dem ihnen völlig eigenem (kon-)strukturalistischen Stil zeigen Ihre Arbeiten Antagonismen im Kapitalismus: Dem Gegensatz zwischen arm und reich, zwischen oben und unten, zwischen Proletariat und Kapital, zwischen Prostitution und Freier, zwischen Objekt und Subjekt in der Photografie … Ihr Interesse gilt – inhaltlich wie künstlerisch – der Darstellung des Strukturellen und nicht dem individuellem Erleben oder der persönlichen Portraitierung wie etwa bei Otto Dix und Georg Grosz. Es ist eine außerordentlich sehenswerte Ausstellung, zu der die Kuratorin aus Baltimore uns (Rheinländer) bis zum 15.6. die Türe geöffnet hat.

Eine Draisinenfahrt

Friday, December 28th, 2007

cover1.gif Marion Wolff hat den Text eines Freundes vertont, das Ergebnis kann man sich hier anhören. Ich kann es nicht, ich möchte am liebsten vor meiner eigenen Stimme weglaufen. Wirtschaftsbeiträge sind eben etwas anderes als lyrische Texte. Immerhin gab es auf die schaurig schöne Draisinenfahrt 13 Kommentare – wovon ich mit meinem Blog nur träumen kann. Dem Autor habe ich folgende Zeilen geschrieben: “Uff, wenn ich gewusst hätte, welche Mühe sich Marion mit der Vertonung gibt, hätte ich die erste Hälfte komplett neu gesprochen – sie ist zu hastig und zu routiniert gesprochen. Erst im zweiten Teil kommt das richtige Tempo, die Entschleunigung.”
Seine Antwort: “Der Text war gewiss nicht leicht zu sprechen, zumal dir der Kontext fehlte. Ich finde Deine Leistung und die Vertonung durch Marion gelungen, bin jedoch mit einigen Stellen aus stilistischen Gründen nicht recht froh gewesen. Die Reaktionen auf den Nachtschwärmer sind allerdings durchaus positiv. Und nach mehrmaligem Hören finde ich ebenfalls: Es ist gut so.”

Also soll es so bleiben.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr.

Play!

Zwei Artikel, eine Frage…

Sunday, December 2nd, 2007

Der Bonner “General-Anzeiger” sorgt bisweilen für unfreiwillige Komik: “Demonstranten fordern Hinrichtung von britischer Lehrerin” heißt es in der Wochenendausgabe auf Seite vier. Eine Horde wildgewordener Muslime marodiert durch die sudanesische Hauptstadt Khartum und will eine Lehrerin lynchen, weil in ihrem Unterricht ein Teddybär Mohammed getauft worden ist. Das beleidge den Islam, skandiert der mit Schlagstöcken, Messern und Äxten bewaffnete Mob. Kann mir jemand sagen, wie viele notorische Gewaltverbrecher in den Gefängnissen sitzen und unter Gottes Sonne frei herumlaufen, die von ihren Eltern ebenfalls Mohammed getauft wurden? Beleidigen die nicht den Islam? Lustig: In der Reisebeilage des General-Anzeigers wird dafür geworben, Urlaub im Sudan zu machen. Entweder mit Marco Polo für 3.919 Euro oder für 4.795 Euro mit Studiosus, jeweils 14 Tage inklusive Flug. Ja gerne, aber nur, wenn mir jemand dafür 100.000 Euro dazu gibt und ich meinen Plüschteddy straffrei mitnehmen kann. Der hat noch keinen Namen…