Archive for the ‘Web 2.0’ Category

Das Original der Business-Networks will nach Deutschland

Thursday, August 21st, 2008

LinkedIn plant seinen Deutschland-Eintritt für Ende 2008, erklärt Reid Hoffmann – also einer der Gründer höchst persönlich – in der heute erschienen “Tomorrow”. Wirklich neu an dieser Meldung ist eigentlich nur das Datum, denn ein Deutschland-Start wurde bereits Anfang des Jahres in der FAZ angekündigt und im Juni konnte man von einer 53 Mio Dollar schweren Finanzspritze lesen, die das Unternehmen in die Expansion in Europa pumpen will (kress.de vom 18. Juni 2008). Doch immer wieder erhitzen sich die Spekulationen, ob sich LinkedIn hierzulande gegen Xings durchsetzen kann. Nachgegangen wird vor allem der Frage „Was hat LinkedIn, was Xings nicht schon längst hätte?“. Will man den gegebenen Antworten Glauben schenken, so dürfte es eigentlich keine gravierenden Unterschiede geben: Beide richten sich an Leute, die sich vernetzten möchten und bieten ihnen ähnliche Services. Es gibt also keinen USP (unique selling proposition) seitens LinkedIn? Ich meine doch. (more…)

El Dorado für Special-Interest-Sites?

Thursday, August 21st, 2008

Die Tochtergesellschaft des Vorarlberger Medienhauses VM Digital prophezeit digitalen Geschäftsmodellen, die sich mit Special-Interest-Themen beschäftigen, eine große Zukunft und sucht deshalb Beteiligungsmöglichkeiten in Deutschland. “Die Bundesrepublik ist das Land mit den meisten Zeitschriften weltweit und hängt in diesem Bereich sogar die Vereinigten Staaten ab. Es gibt kaum ein Themengebiet, dem sich nicht ein Titel ausführlich widmet”, beschreibt VM-Digital-Geschäftsführer Helmar Hipp die Situation. “Diese haben meist eine geringe Auflage, werden aber wegen der Spezialthematik trotz hoher Einzelpreise gerne gekauft.” Alleine für Modelleisenbahnen der Spurweite HO gäbe es hierzulande mehr als dreißig Hefte. “Das zeigt, dass gerade in Deutschland ein ungeheurer Markt für entsprechende Angebote vorhanden ist”, so Helmar Hipp.

Automatisierter Missbrauch

Thursday, August 21st, 2008

Soziale Netze erzeugen werbefinanzierte Nestwärme für Gleichgesinnte. Der Preis dafür: Die Mitglieder rücken persönliche Daten im großen Stil heraus. Diese Sorglosigkeit, gepaart mit technischen Schwächen, bietet eine willkommene Spielwiese für Übeltäter aller Art, heißt es in der neuesten Ausgabe des IT-Magazins iX aus dem Heise-Verlag, bei dem auch die Computerzeitschrift c’t erscheint. (more…)

„Classic Hits are Buried“

Friday, August 15th, 2008

Ich kam zum Lesen, sah das neue Design dieses Blogs und erinnerte mich an Jakob Nielsens Top 10 Fehler-Liste zur Blog-Usability aus dem Jahre 2005. Diese Liste ist ebenso schnell (unter http://www.useit.com/alertbox/ ) gelesen wie Blogs damit vernichtend beurteilt – doch stimmt der 10-Punkte-Katalog noch? Steigende Nutzerzahlen könnten ja darauf hinweisen, dass so manche der früher angemahnten Unzulänglichkeiten heute längst kein Problem mehr sind. Ein Hinweis von Nielsen finde ich aber auch für den wenkelblog zutreffend, nämlich Punkt 5 „Classic Hits are Buried“. Anders formuliert: Gute Blogartikel sollten langfristig sichtbar bleiben, entweder in Form einer speziellen Liste oder als Verlinkung von aktuellen Artikeln auf die „Evergreens”.

BITKOM: Millionen Deutsche machen bei Web-2.0 mit

Thursday, August 14th, 2008

Fast 15 Millionen Deutsche stellen eigene Fotos ins Netz, sieben Millionen unterhalten eine eigene Homepage. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie von TechConsult im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Befragt wurden 1000 Personen ab 10 Jahre. „Das Internet wandelt sich zum Mitmach-Web – und die Deutschen sind vorne dabei. Eigene Inhalte einstellen, statt nur zu konsumieren, ist derzeit ein Megatrend“, sagt Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.
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An Diskussionsforen beteiligen sich fast 17 Prozent, das sind knapp zwölf Millionen Deutsche. Einen eigenen Blog betreiben gut zwei Prozent aller Nutzer. Gut zwölf Millionen Deutsche haben laut BITKOM-Befragung schon übers Netz telefoniert.

Generell zeigt die Studie, dass Männer die Web-2.0-Technologien häufiger nutzen als Frauen. Besonders deutlich ist der Unterschied beim Betreiben einer eigenen Homepage, der Beteiligung an Diskussionsforen, dem Einstellen eigener Videos und der Internet-Telefonie. Nur unter den 10-17-Jährigen liegen teilweise die Mädchen vorn: bei der Nutzung des Messengers, dem Einstellen von eigenen Bildern und sonstigen persönlichen Daten.

Chatten und das Versenden so genannter „Instant Messages“ sind besonders beliebt: 33 Prozent der männlichen und 25 Prozent der weiblichen Internet-Nutzer chatten oder schicken sich Sofort-Nachrichten. Bei männlichen Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren sind es sogar 85 Prozent, bei Mädchen 94 Prozent. „Für die Kinder und Jugendlichen von heute ist der tägliche Umgang mit Messengern und Chats selbstverständlich. Viele nutzen diese Technologien häufiger als E-Mails. E-Mails empfinden viele von ihnen schon als Technik von gestern. Hier zeigt sich einmal mehr, wie schnell sich das Internet ändert“, so Berg.

Hosentaschen-Internet bislang ein Flop

Wednesday, August 13th, 2008

Das mobile Internet hat sich unter den Handynutzern in Deutschland nach einer Studie noch lange nicht durchgesetzt. Nur jeder neunte Besitzer eines internetfähigen Gerätes geht auch mit seinem Handy ins Netz, berichtet das Beratungsunternehmen Accenture . Den meisten Internet-Nutzern reiche der PC zu Hause oder im Büro. Denn dieser Weg erscheint ihnen günstiger und komfortabler, berichtet das Unternehmen über seine neue Erhebung «Mobile Web Watch 2008». Obwohl 26 Millionen Nutzer in Deutschland inzwischen ein internetfähiges Mobiltelefon besäßen, surften nur drei Millionen von unterwegs im Netz. Mobiles Internet muss laut der Studie benutzerfreundlicher werden und die Anbieter sollten verstärkt Daten-Flatrates anbieten, so das Fazit.

Nicht immer blind folgen…

Wednesday, August 13th, 2008

Wenn Firmenchefs und Manager mit Aktien ihrer eigenen Firma dealen, muss das der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldet werden, und damit werden diese Deals öffentlich. Na ja, wenn ein Insider Aktien seiner eigenen Firma kauft, dann sollte man doch blind zuschlagen, oder? Nicht immer. Sharewise , nach eigenen Angaben die erste Finanz-Community, die Anlegerschutz mit dem Web 2.0 verbindet, hat 1,547 so genannte Director’s Dealings, die bei der BaFIN in den letzten sechs Monaten gemeldet wurden, genauer untersucht. 1,316 Käufen standen lediglich 231 Verkäufe gegenüber. Doch bei 914 Insider-Deals war die Kursentwicklung anschließend negativ. Den Vogel schoss Maxdata-Aufsichtsrat Siegfried Kaske ab. Er kaufte am 25. Mai Maxdata-Aktien zu 1, 75 Euro. “Nach der zwischenzeitlich bekannt gegebenen Insolvenz des Unternehmens notierte die Aktie am 28. Juli bei 0,32 Euro – was einem Verlust von 80,6 Prozent entspricht”, schreibt Sharewise in einer Pressemitteilung. Also sollte man den Insider-deals nicht immer blind folgen…

Die Zeiten ändern sich…

Wednesday, August 13th, 2008

Das Internet ist heute aus den Geschäftsmodellen der mittelständischen Unternehmen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Das zeigt die mittlerweile zehnte Neuauflage der Studie “E-Business im Mittelstand – IT und Innovationen für Unternehmer”, die IBM Deutschland und das Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ seit 1999 alljährlich gemeinsam durchführen. So äußerten jetzt 99 Prozent der vom Kasseler Marktforschungsinstitut TechConsult befragten 1.005 Firmenchefs, das Internet sei für ihr Geschäft unverzichtbar. Fast neun von zehn Unternehmern (86 Prozent) setzen dabei auf das E-Business, um ihre Wettbewerbschancen zu nutzen. Zehn Jahre zuvor waren erst 30 Prozent der Firmen überhaupt mit E-Business über das Internet geschäftlich aktiv.

Cloud Computing

Wednesday, July 30th, 2008

Heute müssen wir uns offenbar an ein neues buzzword gewöhnen: Cloud Computing. Marcus Rohwetter ist in der “Zeit” (Nr. 31, 24. Juli 2008 S. 19) aufgefallen, dass nicht nur Google (mit Earth, Maps etc.), sondern auch reine Verkäufer wie z. B. Amazon inzwischen dazu übergehen, ihre gigantischen Serverkapazitäten auch für normale Rechner- Nutzungen zur Verfügung zu stellen: Daten speichern, Texte schreiben, Bilder bearbeiten und sortieren etc. Schlussfolgerung für Marcus Rohwetter: Die Personalcomputer in den Haushalten sterben aus, das neue Schlagwort heißt Cloud Computing, jede normale Anwendung ist über das Netz abrufbar und kostet nichts, läuft auf den Servern der üblichen verdächtigen Giganten Google & Co – weshalb soll da noch jemand Bill Gates überteuerte Office-Software anschaffen? So erklären sich natürlich auch die verzweifelten Versuche von Microsoft, mit dem Kaufangebot von Yahoo! nicht den Anschluss zu verlieren.
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Die Britney-Falle

Tuesday, July 22nd, 2008

47 Prozent der jugendlichen Nutzer von Social Networking Plattformen stellen ihr Profil für alle offen ins Netz, wie eine Symantec-Umfrage ergeben hat. Symantec-Sprecherin Sabine Salbreiter beschreibt in einem Artikel auf der Firmen-Webseite die so genannte Britney-Falle. Witzig: Der Text ist so verfasst, dass er sofort in den redaktionellen Teil einer Zeitung übernommen werden könnte. Dazu zitiert sich die Autorin der Einfachheit halber gleich selbst: “Um nicht in die Britney-Falle zu tappen und zur öffentlichen Person zu werden, sollte man zunächst darauf achten, dass das persönliche Profil auf Social Networking-Seiten nur ausgewählten Personen zugänglich ist”, er-klärt Sabine Salbreiter von Symantec.” Tolle Tipps!