Archive for the ‘Reiseblog’ Category

San Francisco

Thursday, July 17th, 2008

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… haben wir schon vor Jahren durch ausgiebige Fußmärsche erkundet (das Bild zeigt den Union Square), deshalb haben wir uns am vorletzten Tag unserer Reise auf das neue de Young Museum im Golden Gate Park beschränkt. Es wurde von den Architekten Herzog & de Meuron geplant, die in Peking das Vogelnest (Olympiastadion) gebaut haben.
asfo02.jpg Die Abteilung für zeitgenössiche Kunst ist zwar riesig, aber leider eine typisch amerikanische, ziemlich ungeordnete Ansammlung von Gemälden und anderen Kunst- gegenständen. Zur Zeit läuft dort eine Ausstellung des Amerikaners Dale Chihuly, der 1968 in Murano bei Venedig das Glasbläser- Handwerk gelernt hat. Er ist in den USA sehr populär und beschäftigt inzwischen eine ganze Armee von Glasbläsern, der Maestro dirigiert nur noch. In der Kunstwelt ist ein Streit ausgebrochen, ob es sich hier um Kunst oder nur um üppige, barocke Dekorationen handelt. Das Bild zeigt eine Installation, die er nach einem Aufenthalt in Finnland gemacht hat – deshalb vermutlich auch die Birkenstämme als Basis.

So, das war’s mit dem Reiseblog – ab nächster Woche geht’s wieder um Medien, Märkte und Moneten.

Wine lessons im Napa Valley

Wednesday, July 16th, 2008

Unsere Reise nähert sich dem Ende. Der Montag war ein schwerer Arbeitstag, wir haben das Stanford Shopping-Center besucht – guten Gewissens übrigens, denn den sculpture garden der Stanford University mit seinen Plastiken von Rodin kennen wir schon. Anschließend waren wir in einem riesigen Outlet in Milpitas, dem Hauptsitz von Cisco Systems. Gucken, stehen, gucken, warten – das strengt richtig an. Wir haben dort so viel Zeit verbracht, dass die Zeit für einen Ausflug nach Berkeley zu Rasputin, dem größten CD-Laden in der Bay Area, nicht mehr reichte. Dafür haben wir uns noch einmal die Innenstadt von Palo Alto angesehen. Wenn man dort einen Parkplatz findet, kann man wunderbar bummeln, Kaffee trinken und bei “Borders Bookstore” stöbern.

Gestern hat uns Frank zu einem lehrreichen Ausflug ins Napa Valley mitgenommen. artesa.jpg Unsere erste Station am Anfang des Tals war die Artesa Winery, die einem spanischen Champagner- Konzern gehört. Der Tasting Room ist in einem Gebäude untergebracht, das in die Spitze eines Hügels hineingebaut worden ist. Wir haben auf eine Weinprobe verzichtet und uns lieber die Architektur und die Kunstobjekte angeschaut, wie die abgebildete Skulptur Von Gordon Huether im Park zeigt.

Der Weintourismus im Napa Valley ist nicht mit dem kümmerlichen Busreisen- Tourismus in Rüdesheim, an der Mosel oder an der Ahr zu vergleichen. aschweiz.jpg Hier geht es immer sehr gepflegt zu, die großen Wineries bauen repräsentable Anwesen und Phantasieschlösser, um dem Ganzen einen gehobenen Anstrich zu geben.
So auch in der Hess- Winery, (Bild links) wo ein schweizer Winzer eine respektable Sammlung zeitgenössischer Kunst zusammengetragen hat. Das alles soll den Anspruch unterstreichen, dass Weine aus dem Napa Valley etwas ganz besonderes sind, die nichts mit der Massenproduktion aus dem benachbarten Central Valley zu tun haben. Maßgeblich beteiligt am Aufbau des Napa Valley als markennamen für herausgehobene Weine war Robert Mondavi, dessen Winery sich nicht mit einem Schlösschen im spanisch anmutendem Phantasie- Stil begnügt – es muss auch noch ein Türmchen her, das man von der Straße sehen kann, ansonsten aber keinerlei Funktion hat.
Zu Mittag gegessen haben wir in der Oakville Grocery, wo ich gemerkt habe,, dass man in den USA besser Frank und nicht Rolf heißt. Man bestellt und bezahlt sein Essen und wartet, bis die Sachen fertig sind und man aufgerufen wird. Da kann der Name Rolf schon mal so schräg ausgesprochen werden, dass man es nicht mitbekommt und das Essen kalt wird… In der French Loundry, Amerikas berühmtesten Feinschmecker- Restaurant, musss man zwei Monate vorher einen Tisch bestellen. Für das Menue für zwei Personen plus Wein sollte man so an die 800 Dollar einstecken. Das Restaurant selbst ist übrigens von außen völlig unscheinbar – man muss halt wissen, wo es liegt.

ateppich.jpg Auch das Rubicon Estate von Niebaum Coppola legt Wert auf gepflegte Gastlichkeit – wie man sieht, wird man dort auf einem roten Teppich empfangen. Dieses Weingut zählt zu den ältesten Kaliforniens, 1880 von einem Kapitän namens Gustave Niebaum gegründet. 1975 ist der Hollywood- Regisseur Francis Ford Coppola dort eingestiegen, in der Lobby kann man seinen Oscar im Original bewundern. Hier haben wir uns durch einen 2007er Chardonnay, einen 2005er Captain’s Reserve Zinfandel, einen 2005er Syrah und einen 2005er Cabernet Sauvignon durchgearbeitet, um zum Schluss mit einem 2004er Rubicon belohnt zu werden. Der Chardonnay, erstmals nicht im Holzfasss gereift und deshalb nicht so wuchtig wie üblich, und der Rubicon, das Flaggschiff von Rubicon Estate, haben uns am besten geschmeckt. Ersteren kann man für 30 Dollar die Flasche haben, letzterer kostet schlappe 125 Dollar pro Flasche.

California dreamin’

Monday, July 14th, 2008

yosemite.jpg Also eines weiß ich: Wenn dieser Blog verschütt und unser Tagebuch verloren gehen sollte, kann ich unsere Reisestationen immer noch anhand unserer Kreditkarten- Abrechnung nachvollziehen.

Wer aus dem Death Valley Richtung Nordwesten nach San Francisco will, muss irgendwo über die Sierra Nevaada, ein Gebirgszug, der sich von Norden nach Süden erstrekt und die Deserts im Osten vom fruchtbaren Central Valley trennt. Da bietet sich der Yosemite Natural Park an, der wegen seiner Alpen- ähnlichen Anmutung besonders gerne von Amerikanern, Japanern und Hispanics besucht wird. Wir hatten am Freitag leider einen sehr diesigen Tag erwischt, an dem die imposanten, oft senkrecht aufsteigenden Granitberge kaum zu sehen waren. Dafür aber waren die Temperaturen sehr erholsam für den Körper und das satte Grün der Wiesen und Wälder für die Augen.
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Vom Yosemite Park Exit kann man, wenn man es darauf anlegt, in drei Stunden über Oakland und die Bay Bridge in San Francisco sein – oder man kann sich Zeit lassen und ein paar historische Goldgräber- Städtchen besichtigen. 1848 wurde nordwestlich des Central Valley Gold gefunden, Innerhalb kürzester Zeit entstanden die Städtchen Sonora, Columbia und Jametown, die innerhalb von zwei Jahren auf rund 20.000 Einwohner anschwollen. In Sonora haben wir in einem 112 Jahre alten, zweistöckigen Stadthotel übernachtet, mit liebevoll restaurierten Zimmern und einem Aufzug mit Scherengitter- Tür, wie man sie sonst wohl nur noch in Paris findet. Columbia und Jamestown haben sich zu einer Art gut besuchtem Freilichtmuseum entwickelt, wo man sich z.B. mit dem Sherriff vor dem Saloon ablichten lassen kann. In Jacksonville gibt es neben dem alten Bahnhof noch ein Museum der Sierra Railway, man ist sehr stolz auf fünf funktionsfähige Lokomotiven, die in zahlreichen Westernfilmen zu sehen waren, z.B. “12 Uhr mittags” oder “High Noon” mit Gary Cooper und Grace Kelly. Lock #3 war zuletzt im Film “Zurück in die Zukunft III” zu bewundern.

Seitdem sind wir für Krditkartenunternehmen – zumindest für einige Zeit – unauffindbar, denn wir sind bei guten Freunden in Los Altos Hills oberhalb des Silicon Valley angekommen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Über Skypen

Friday, July 11th, 2008

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Skypen (neudeutsch = telefonieren über das Internet) macht Spaß. Es ist natürlich kein gleichwertiger Ersatz für einen schnellen Anruf im Inlands- Festnetz, da hat man schließlich eine Flatrate. Aber wenn man über den Globus verteilt ist, spart man eine Menge Gesprächsgebühren. In Las Vegas ist es uns gelungen, vor dem Frühstück – in Deutschland war es früher Abend – eine Dreierkonferenz zu schalten. Die eine Tochter in Berlin, die andere Zuhause. Man kann stundenlang quatschen – das hat was. Jedenfalls habe ich beschlossen, meinen Asus EeePC demnächst überall mitzunehmen. 900 Gramm sind erträglich – und zumindest in den USA scheint es kein Motel- Zimmer mehr ohne Internet- Anschluss zu geben. Moderne Zeiten…

Rummel satt

Friday, July 11th, 2008

gambler.jpg Uff! Zwei Tage in Las Vegas sind mehr als genug, man ist froh, wenn man wieder weg ist. Diese Gigantomanie (150.000 Hotelbetten) erschlägt einen. Die Massen (35 Millionen Besucher im Jahr), die sich bei 95 Grad F. über den Strip wälzen, erschlagen einen. Die Kakophonie von Musik, dem Gebimmel der Spielautomaten und der ständigen Anmache (hot Girls in Your Room in less than 20 min.!) erschlagen einen.

Da kann man nur verrückt werden, wie nebenstehendes Bild zeigt.

Ich möchte nicht wissen, was diese künstliche Mega-Stadt an Ressourcen verschlingt. Die Hotelgäste werden gebeten, aus Umweltschutz- Gründen ihre Handtücher zweimal zu benutzen. Wow, wie süß! Das beruhigt das Gewissen! Ich möchte auch nicht wissen, was mit dieser Stadt passiert, wenn Fidel Castro stirbt und Havanna, das Vorbild von Las Vegas, zum Abschuss freigegeben wird für die globalisierte Vergnügungsindusrtrie..

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Da kann man nur als Philosoph in die Wüste fliehen, und wenn, dann gleich richtig. Nordwestlich von Las Vegas liegt das Death Valley, in dem wir heute 120 Grad Fahrenheit gemessen haben. Das Bild zeigt die Landschaft, wie man sie vom berühmten Zabriskie Point aus sieht. Anschließend fährt man durch eine Geröll- und Salzwüste, das Bad Water Basin, dort ist man rund 90 Meter unter dem Meeresspiegel. Station machen wir heute in einem Nest namens Bishop, von dort ist es nicht mehr weit zum Yosemite Park. Das wird ein Gegensatz: erst Wüste, dann grüne Gebirgsidylle a la Zermatt…

Großstadt-Rappel

Wednesday, July 9th, 2008

springdale.jpg Irgendwann ist mal Schluss mit Natur pur. Nach dem Bryce Canyon haben wir uns noch den Zion Canyon angetan, der vom Virgin River durch- flossen wird und – laut Park- Ranger – der einzige Canyon in den USA ist, in dem Pflanzen aus drei Vegetationszonen wachsen: Wüste, Hochgebirge und Sumpf- bzw- Wasserpflanzen. Übernachtet haben wir in Springdale im abgebildeten Bumbleberry Inn, und dann hatten wir die Nase voll von Gebirgs- und Wüstenkäffern – uns lockte mal eine Großstadt.
luxor.jpg In gut zwei Stunden waren wir in Las Vegas und wollten im Luxor einchecken. Der Typ an der Rezeption wollte 268 Dollar für zwei Nächte plus Tax! Im Internet hatten wir das gleiche Angebot für 117 Dollar gesehen. Der Typ: Den Preis kann ich Ihnen nicht machen, den können Sie nur über das Internet buchen. Und spätestens hier sieht man, dass mein kleiner Asus Eee PC nicht nur für E-Mails und Blogeinträge gut ist: In der Lobby vom Luxor den Eee PC angeworfen, das Zimmer online gebucht und 150 Dollar gespart! Da konnten wir uns dann auch ein vernünftiges Abendessen leisten.

Natur pur

Monday, July 7th, 2008

chevy.jpg Unser neuer Chevrolet Impala hat Vor- und Nachteile. Beim Fahren kann man zugucken, wie die Tanknadel von full auf empty sinkt – das Ding säuft wie ein Loch. Dafür hat es aber ein Satellitenradio. Wir müssen also nicht mehr rauschende UKW- Sender mit diesem unerträglichen Western- und Country- Gejaule und der vielen Werbung hören. Jetzt fahren wir mit Kanal 72 – “Pure Jazz, serious”, störungsfrei, werbefrei, in digitaler Qualität. Schade, dass sich das nicht in Europa durchgesetzt hat!

Seit Samstag haben wir von Blanding, Utah, auf unserem Weg nach Westen jede Menge Landschaft genossen. Das Natural Bridges National Monument ist ein kleiner Canyon, in dem es mehrere imposante Felsbrücken gibt, die durch Bäche und Flüsse im Laufe der Jahrtausende ausgewaschen wurden. Ein einsamer und ruhiger Naturpark, keine Japaner, keine Amerikaner, nur vereinzelt Deutsche und Franzosen. Dann über Hanksville, einem gottverlassenen Rattenkaff, zum Capitol Reefs Park, einem 160 Km langen Nord- Süd- Gebrigszug mit atemberaubenden Felsformationen in unendlich vielen Farbschattierungen.
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Außerhalb des Parks haben wir in Torrey übernachtet, dort ist das Bild vom Boulder View Inn entstanden, dessen Internet- acess so grottig langsam war, dass ich nichts schreiben konnte. Dafür gab es schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Restaurant mit unglaublich guten Steaks (Die Kellnerin: “We have a cut you’ll never find again”). Was ich ihr ernsthaft glaube.

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Am Sonntagmorgen nach einem Continental Berakfast, bei dem man unglaublich viel Plastik- und Papiermüll produziert, ging’s weiter auf einer „scenic route“ von Torrey nach Süden über Boulder, Escalante nach Cannonville. Die Straße erinnert an die Voralpen oder die Rocky Mountains, viel Nadelwald, grüne Wiesen und fantastische Ausblicke. Ab und zu eine Vollbremsung wegen einer Kuh oder eines Rehs. Einige Meilen verlaufen auf einem Gebirgskamm, an dem es links und rechts der Straße 300, 400 Meter runter geht, man kommt sich wie auf einem Hochseil im Zirkus vor. In Cannonville geht’s links ab in den Kodachrome Basin State Park, der seinen Namen wegen der tollen Farbkontraste der Felsformationen bekommen hat. Dann weiter zum Bryce Canyon – der ist für meine Begriffe noch beeindruckender als das Monument Valley oder der Arches National Park. Dort stehen tausende von rostrot über lachsrosa bis weiß schimmernde, kopflastige Türmchen, 30, 50, 80 Meter hoch, in einem Halbrund wie in einem Amphitheater, es sind die so genannten Hodoos. Das Wort leitet sich von Vodoo = Unglücksbringer ab. Eine indianische Sage behauptet, dort hätten lauter böse Menschen gewohnt, die die Götter in Stein verwandelt hätten. Leider zog ein Gewitter auf, sodass wir in einem Kaff namens Panguitch im Marannas Inn Zuflucht suchten.

Gewitter sind nachmittags im Sommer in Utah nichts Ungewöhnliches, ein Park- Ranger erzählte uns, dass dadurch pro Jahr ein halbes Dutzend Touristen ums Leben kommen. Und zwar nicht durch Blitzschlag (das ist seltener als ein Sechser im Lotto), sondern durch Wandern in engen Seitencanyons oder Washes (kleine, ausgetrocknete Flusstäler). Da kann ruhig die Sonne scheinen – wenn ein paar Kilometer weiter ein Gewitter mit 10, 20 Litern Wasser pro Quadratmeter runterkommt, schießt plötzlich eine Wasserwand durch die engen Canyons, und dann ist alles zu spät.

Morgen werden wir den Rest des Bryce Canyon nachholen. Damit hat sich unser Annual Pass für 80 Dollar, den wir m Gand Canyon erworben haben und der uns zum kostenlosen Besuch aller amerikanischen Nationalparks innerhalb eines Jahres berechtigt, schon bezahlt gemacht. Und stressfrei wird das Ganze auch noch. Denn leider haben wir in unserem kaputten Mietauto am Freitag die Videokamera vergessen. Der Abschleppdienst behauptet, dort sei keine Kamera gewesen, und wir können ihnen nicht das Gegenteil beweisen. Deshalb habe ich jetzt keinen Stress mehr, eine Unterlage für wackelfreie Videobilder zu suchen…

4th of July – mal anders

Friday, July 4th, 2008

banner.jpg Am Freitag waren wir abgemalt in einem Kaff namens Blanding, Utah. Unser roter Mazda 6 verlior Öl, aber am Unabhängigkeitstag war hier nichts zu machen. Auch am Samstag hat Montella’s Repair (“We can get you back on the road in no time!”) die Schotten dicht. Also müssen wir bis Montag warten, dachten wir. Vier Nächte in einem Kaff mit vier Tankstellen, fünf Motels, drei Restaurants, zwei Kirchen und einer Schule! Wenigstens hatten wir jetzt Zeit, unsere Klamotten in der guest laundry zu waschen. auto.jpg
Die Rettung kam von Elizabeth von der Hertz Emergency Roadside Assistance. In zwei Stunden hätten wir ein neues Auto, sagte sie – und so war es auch. Nun fahren wir einen – ebenfalls roten – Chevrolet Impala. Und das Feuerwerk zum Unabhängigkeitstag konnten wir auch noch genießen…

Friday, July 4th, 2008

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Wer sagt, dass der Colorado River nur zum gucken und fotografieren da ist? Man merkt allerdings, dass er aus den Rocky Mountains kommt, er hat gefühlte 18 Grad. Was sehr gut kommt, wenn draußen 116 Grad Fahrenheit gemessen werden (knapp 47 Grad Celsius).

Man lernt nie aus

Thursday, July 3rd, 2008

monument.jpg Eine gute Woche und 750 Meilen haben wir gebraucht, um zu begreifen, dass es nicht die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, sondern viele verschiedene. Von New York und San Francisco weiß man, dass sie nicht die USA repräsentieren, oder wenn, dann das europäisch geprägte, intellektuelle Amerika. Aber auch im tiefen Südwesten, wo Arizona, New Mexico, Utah und Colorado aneinander grenzen, gibt es riesige Unterschiede. Das, was ich über amerikanische Städte geschrieben habe, gilt vor allem für die Indianer- Reservate. Man hat ihnen das ödeste Land überlassen, die karge Landwirtschaft reicht gerade mal zur Eigenversorgung. Die Menschen haben kaum Chancen auf Bildung, Beruf und Einkommen. Sie verkaufen handgefertigten Schmuck und Töpferwaren, andere Einnahmequellen sind rar.
Ganz anders dagegen die Städte außerhalb der Reservate – Moab zum Beispiel. Das “Base Camp for Adventures” zieht jede Menge Urlauber an, die die zahlreichen Nationalparks besichtigen wollen, oder wandern, mountainbiking oder river-rafting auf dem Colorado- River machen wollen. Die Stadt ist busy und zieht jede Menge junge Leute an, es gibt sogar vier Kreuzungen mit Ampeln und so etwas wie eine Flaniermeile. Hier sind wir gelandet, nachdem wir das Monument Valley besucht haben. Mjestätisch sind die Felsen schon, nur kann man die Aussicht nicht in majestätischer Stille genießen, dafür wälzen sich zu viele Touristen über die 27 Kilometer lange Schotterpiste.arches.jpg Nachdem wir wider Erwarten recht frühzeitig in Moab angekommen sind, haben wir die Abendstunden (und das -licht) genutzt, um den Arches- Nationalpark zu besuchen. Während das Monument Valley durch seine Weite besticht, hat man hier alle halbe Meile eie neue, spektakuläre Felsformation. Wenn das so weitergeht, wird unser Urlaubsvideo nur Felsen und Steine zeigen…