Archive for the ‘Moneten’ Category

El Dorado für Special-Interest-Sites?

Thursday, August 21st, 2008

Die Tochtergesellschaft des Vorarlberger Medienhauses VM Digital prophezeit digitalen Geschäftsmodellen, die sich mit Special-Interest-Themen beschäftigen, eine große Zukunft und sucht deshalb Beteiligungsmöglichkeiten in Deutschland. “Die Bundesrepublik ist das Land mit den meisten Zeitschriften weltweit und hängt in diesem Bereich sogar die Vereinigten Staaten ab. Es gibt kaum ein Themengebiet, dem sich nicht ein Titel ausführlich widmet”, beschreibt VM-Digital-Geschäftsführer Helmar Hipp die Situation. “Diese haben meist eine geringe Auflage, werden aber wegen der Spezialthematik trotz hoher Einzelpreise gerne gekauft.” Alleine für Modelleisenbahnen der Spurweite HO gäbe es hierzulande mehr als dreißig Hefte. “Das zeigt, dass gerade in Deutschland ein ungeheurer Markt für entsprechende Angebote vorhanden ist”, so Helmar Hipp.

Automatisierter Missbrauch

Thursday, August 21st, 2008

Soziale Netze erzeugen werbefinanzierte Nestwärme für Gleichgesinnte. Der Preis dafür: Die Mitglieder rücken persönliche Daten im großen Stil heraus. Diese Sorglosigkeit, gepaart mit technischen Schwächen, bietet eine willkommene Spielwiese für Übeltäter aller Art, heißt es in der neuesten Ausgabe des IT-Magazins iX aus dem Heise-Verlag, bei dem auch die Computerzeitschrift c’t erscheint. (more…)

Don’t talk up a global recession

Tuesday, August 19th, 2008

Uff, wusste gar nicht, dass ich so gut englisch kann…

Rezession? Warum?

Monday, August 18th, 2008

Warnungen vor einer Delle in der Weltkonjunktur werden immer zahlreicher und immer lauter. Kommt es wirklich so schlimm, wie man demnach befürchten müsste? Ich habe da meine Zweifel…. (more…)

Die Kaufhäuser sterben

Wednesday, August 13th, 2008

Hiobsbotschaften aus dem deutschen Einzelhandel: Hertie meldet Insolvenz an, die Bekleidungshaus-Kette Sinn-Leffers ebenso. Ich habe über die Ursachen der Krise mit Marco Atzberger vom Kölner Handels-Forschungsinstitut EHI gesprochen. Hier die ganze Story.

Nicht immer blind folgen…

Wednesday, August 13th, 2008

Wenn Firmenchefs und Manager mit Aktien ihrer eigenen Firma dealen, muss das der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldet werden, und damit werden diese Deals öffentlich. Na ja, wenn ein Insider Aktien seiner eigenen Firma kauft, dann sollte man doch blind zuschlagen, oder? Nicht immer. Sharewise , nach eigenen Angaben die erste Finanz-Community, die Anlegerschutz mit dem Web 2.0 verbindet, hat 1,547 so genannte Director’s Dealings, die bei der BaFIN in den letzten sechs Monaten gemeldet wurden, genauer untersucht. 1,316 Käufen standen lediglich 231 Verkäufe gegenüber. Doch bei 914 Insider-Deals war die Kursentwicklung anschließend negativ. Den Vogel schoss Maxdata-Aufsichtsrat Siegfried Kaske ab. Er kaufte am 25. Mai Maxdata-Aktien zu 1, 75 Euro. “Nach der zwischenzeitlich bekannt gegebenen Insolvenz des Unternehmens notierte die Aktie am 28. Juli bei 0,32 Euro – was einem Verlust von 80,6 Prozent entspricht”, schreibt Sharewise in einer Pressemitteilung. Also sollte man den Insider-deals nicht immer blind folgen…

Cloud Computing

Wednesday, July 30th, 2008

Heute müssen wir uns offenbar an ein neues buzzword gewöhnen: Cloud Computing. Marcus Rohwetter ist in der “Zeit” (Nr. 31, 24. Juli 2008 S. 19) aufgefallen, dass nicht nur Google (mit Earth, Maps etc.), sondern auch reine Verkäufer wie z. B. Amazon inzwischen dazu übergehen, ihre gigantischen Serverkapazitäten auch für normale Rechner- Nutzungen zur Verfügung zu stellen: Daten speichern, Texte schreiben, Bilder bearbeiten und sortieren etc. Schlussfolgerung für Marcus Rohwetter: Die Personalcomputer in den Haushalten sterben aus, das neue Schlagwort heißt Cloud Computing, jede normale Anwendung ist über das Netz abrufbar und kostet nichts, läuft auf den Servern der üblichen verdächtigen Giganten Google & Co – weshalb soll da noch jemand Bill Gates überteuerte Office-Software anschaffen? So erklären sich natürlich auch die verzweifelten Versuche von Microsoft, mit dem Kaufangebot von Yahoo! nicht den Anschluss zu verlieren.
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Schimpft nicht auf die Spekulanten!

Thursday, June 19th, 2008

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Die bösen Spekulanten treiben den Ölpreis hoch und fressen sich satt, während wir im nächsten Winter doppelt so viel für’s Heizen zahlen müssen wie vor einem Jahr. So die landläufige Meinung. Ich glaube das nicht…
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Köhlers Monster-Vergleich: nicht sehr glaubwürdig

Thursday, May 15th, 2008

Bundespräsident Horst Köhler hat die internationalen Finanzmärkte mit einem Monster verglichen und den Banken Versagen vorgeworfen. Die Finanzwelt habe sich in der Finanzkrise mächtig blamiert, sagte Köhler, der früher Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, dem Magazin «Stern». Nach dem Versagen vermisse er seitens der Banken „ein klar vernehmbares mea culpa“ als Schuldeingeständnis.
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Frankenstein vs. Godzilla

Monday, May 5th, 2008

godzilla.jpgEin wenig hat mich Microsofts Werben um Yahoo an japanische Schundfilme erinnert, „Frankenstein kämpft gegen Godzilla“ etwa. Frankenstein alias Microsoft, das Software-Monster aus Redmond, kämpft gegen Godzilla alias Google, die Datenkrake aus Mountain View. Und natürlich geht es, wie immer in schlechten Action-Filmen, um nicht weniger als die Weltherrschaft. Frankenstein alias Microsoft sucht einen Verbündeten namens Yahoo, doch der will nicht. Fortsetzung folgt.

Microsoft, das alternde Monster, droht die Weltherrschaft zu verlieren. Die Marktbeobachter von Gartner Group sagen dem Konzern aus Redmond den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit voraus. Betriebssystem-Monster wie Vista, das zu großen Teilen immer noch auf 20 Jahre altem Programmiercode beruht, will keiner wirklich haben, der Umsatz mit Windows fiel im letzten Quartal um 24 Prozent. Der Suchmaschinenanbieter Google dagegen ist der aufgehende Stern, kann inzwischen die Anzeigenpreise im e-Commerce diktieren und verzeichnete im letzten Quartal einen Gewinnsprung um 30 Prozent.

Der Suchmaschine Google scheint also die Zukunft zu gehören, selbst wenn sich Microsofts Suchmaschine „Live Search“ mit der von Yahoo zusammengetan hätte – bei den Nutzern waren beide Suchdienste nur zweite oder dritte Wahl, daran hätte auch eine Hochzeit nicht viel geändert.

Nun gut, könnte man meinen – was interessieren mich Monsterkämpfe in drittklassigen japanischen Action-Filmen. Wer so denkt, den muss man fragen, wer diese Monster eigentlich so groß gemacht hat. Wir waren es, wir haben Microsoft groß gemacht, obwohl es Alternativen zu Windows gibt, wir haben Google groß gemacht, obwohl es auch Alternativen zu Google gibt. Wir- oder genauer: unsere Bequemlichkeit hat dafür gesorgt, dass wir uns jetzt Monsterkämpfe anschauen müssen – und auch die Fortsetzung wird uns wahrscheinlich nicht erspart bleiben.