Das beschäftigt mich schon lange: Arbeite ich in einem Medium, das überhaupt noch ernst genommen wird, oder hat das Radio den Wettbewerb mit dem Fernsehen nicht schon längst verloren? Wenn ich im Studio bin und habe eine Eilmeldung auf dem Schirm, die von mindestens einer weiteren Agentur ebenfalls verbreitet wird, kann ich das über den Sender geben - quasi in Echtzeit. Das Fernsehen braucht da etwas länger. Und überhaupt: Für mich ist Fernsehen assioziatives Gestammel zu bunten Bildern. Der Rezipient glaubt, informiert zu sein, hat aber nur irgendwelche Bilder gesehen - der Inhalt der Nachricht selbst bleibt selten haften. Andererseits blicken TV-Kollegen milde lächelnd auf mich herab und sagen: “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”.
Das Bild zeigt übrigens Kinder einer Bonner Grundschule, die den Plan eines Architekten nachstellen: Vor den Schulhof kommt eine Mauer mit einem Tor, und auf dem Schulhof wird alles viel schöner. Man sieht: das Bild allein sagt ohne eine Erklärung nichts.
Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab Medien, Märkte, Moneten - Rolf Wenkels Blog: http://wenkelblog.com