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Das Original der Business-Networks will nach Deutschland
LinkedIn plant seinen Deutschland-Eintritt für Ende 2008, erklärt Reid Hoffmann – also einer der Gründer höchst persönlich - in der heute erschienen “Tomorrow”. Wirklich neu an dieser Meldung ist eigentlich nur das Datum, denn ein Deutschland-Start wurde bereits Anfang des Jahres in der FAZ angekündigt und im Juni konnte man von einer 53 Mio Dollar schweren Finanzspritze lesen, die das Unternehmen in die Expansion in Europa pumpen will (kress.de vom 18. Juni 2008). Doch immer wieder erhitzen sich die Spekulationen, ob sich LinkedIn hierzulande gegen Xings durchsetzen kann. Nachgegangen wird vor allem der Frage „Was hat LinkedIn, was Xings nicht schon längst hätte?“. Will man den gegebenen Antworten Glauben schenken, so dürfte es eigentlich keine gravierenden Unterschiede geben: Beide richten sich an Leute, die sich vernetzten möchten und bieten ihnen ähnliche Services. Es gibt also keinen USP (unique selling proposition) seitens LinkedIn? Ich meine doch.
Ähnlich wie bei Xings gibt es auch bei LinkedIn eine kostenlose Basis-Mitgliedschaft, diese bietet allerdings kaum Funktionen. Ansonsten liegen die Preise zwischen 60 und 2.000 Dollar pro Jahr. Um einen Top-Kontakt zu knüpfen oder pflegen muss man schon entweder selbst über einen der teuersten Accounts verfügen oder von einem aus der Upperclass empfohlen werden. Man schottet sich eben ab von der Masse an ungewollten Kontakten und der daraus resultierenden Überfrachtung mit Anfragen, Einladungen, News oder sonstigen „Services“, die bearbeitet werden wollen und zum Fluch werden können. Die Frage “Xings oder LinkedIn?” lässt sich also darauf reduzieren, ob Plattform für jedermann oder lieber doch der elitäre Business-Club. Für Xings hab ich zu wenig Zeit, für LinkedIn zu wenig Geld.
2 Antworten auf “Das Original der Business-Networks will nach Deutschland”
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21.8.2008 bei 20:17
Ist beides nicht wirklich für mich. Irgendwo habe ich mich auch angemeldet, bei einer ganz einfach gehaltenen nichtkommerziellen Geschichte, die es nur als Beta gibt, habe den Namen vergessen. Mit meinen Angaben zum Profil war ich recht sparsam, mit dem Ergebnis, dass ich nie einen Kontaktwunsch bekommen habe. Mir ist schon klar, dass Netzwerke erst dann einen Sinn machen, wenn man neue Leute kennenlernt. Aber oft genug hat man kaum Zeit, seine bestehenden Kontakte zu pflegen, sodass man bald als treulose Tomate gilt…