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Wie man Mios verdient…
Dieser Eintrag stammt von rolf Am 5.12.2007 @ 23:33 In Märkte, Netzkultur, Moneten, Manager und Ethik | Keine Kommentare
Folgende E-Mail habe ich heute bekommen:
“Lieber Freund,
Ich vermute das diese E-Mail eine Überraschung für Sie sein wird, aber es ist wahr.Ich bin bei einer routinen Überprüfung in meiner Bank (Standard Bank von Süd Afrika) wo ich arbeite, auf einem Konto gestoßen, was nicht in anspruch genommen worden ist, wo derzeit $12,500,000 (zwölfmillionenfünfhundert US Dollar) gutgeschrieben sind. Dieses Konto gehörte Herrn Manfred Becker, der ein Kunde in unsere Bank war, der leider verstorben ist. Herr Becker war ein gebürtiger Deutscher. Damit es mir möglich ist dieses Geld $12,500,000 inanspruch zunehmen, benötige ich die zusammenarbeit eines Ausländischen Partners wie Sie,den ich als Verwandter und Erbe des verstorbenen Herrn Becker vorstellen kann,damit wir das Geld inanspruch nehmen können. Für diese Unterstützung erhalten Sie 30% der Erbschaftsumme und die restlichen 70% teile ich mir mit meinen zwei Arbeitskollegen, die mich bei dieser Transaktion ebenfalls unterstützen.Wenn Sie interessiert sind, können Sie mir bitte eine E-Mail schicken, damit ich Ihnen mehr Details zukommen lassen kann. Schicken Sie bitte Ihre Antwort auf diese E-Mail Adresse: blah blah
Mit freundlichen Grüßen…
Na ja, das kennt man ja. Eine Abzockermethode, auf die wirklich nur die Dümmsten hereinfallen können. Aber heute hatte ich Lust zu antworten:
“Wunderschöne Geschichte. Doch leider habe ich ein Problem: Eine ehemalige Berufskollegin von mir hat im Laufe von 40 Berufsjahren mit Aktien, Optionen und Zertifikaten 43.100.265 Euro (in Worten: Dreiundvierzig Millionen Euro) verdient, sie ist mittlerweile 73 Jahre alt und fast blind. Sie will mir dieses Geld praktisch aufdrängen, weil sie es aufgrund persönlicher Animositäten nicht ihren Verwandten vererben will. Ich habe ihr gesagt, dass die Gesetze in Deutschland vorschreiben, dass alle unmittelbaren Angehörigen gesetzliche Erben sind - unabhängig davon, wen sie in ihrem Testament als Erbe einsetzt. Mit anderen Worten: Sie kann ihre ungeliebten Verwandten nicht vom Erbe ausschließen. Es sei denn, sie gründet eine Stiftung. Zum Beispiel für Waisenkinder in Rumänien oder Aids-Opfer in Südafrika. Genau in diesem Stadium sind wir jetzt. Wir suchen einen plausiblen Stiftungszweck -
und einen dritten Partner, der ca. 1 Mio Euro in diesen Fonds einzahlt. Beim Ableben meiner ehemaligen Berufskollegin - was allerdings nicht mehr lange dauert, da sie an Diabetes und Alzheimer leidet - stünden somit rund 43 Millionen Euro abzüglich unserer Einlagen von jeweils rund 1 Mio Euro zur Verteilung an. Mein Vorschlag ist deshalb: Ich gründe in Deutschland eine Stiftung für einen guten Zweck, richte bei einer Bank Ihrer Wahl, auf das wir beide Zugriff haben, ein Stiftungskonto ein, und zahlen jeweils 1 Mio Euro ein. Nach einem bestimmten Zeitraum, den nur die Vorsehung kennt, müssten auf diesem Konto über vierzig Millionen Euro sein. Anschließend würde ich dieses Konto sehr diskret liquidieren und wir könnten uns den Betrag teilen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Wenkel”
Falls ich jemals eine Antwort auf meine Nonsense-Fleißarbeit bekommen sollte, lasse ich es Euch wissen!
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