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Buchtipp: Die deutsche Krankheit

Gustav A. Horn: Die deutsche Krankheit - Sparwut und Sozialabbau. Thesen gegen eine verfehlte Wirtschaftspolitik. Hanser-Verlag, 197 Seiten. Ein Buch für Hardcore-Volkswirte - auch wenn das Cover gefällig aufgemacht ist und der Text auf der Rückseite sehr populistisch daherkommt: “Mit immer den gleichen Rezepten versuchen Politiker und Ökonomen seit Jahren den Aufschwung herbeizuzaubern: Kündigungsschutz lockern - Löhne runter - Sparen auf Teufel komm raus. Dass diese Rezepte nicht funktionieren, stört sie nicht.”
“Mutig” bezieht der Konjunkturexperte Gustav A. Horn Position gegen die herrschende Meinung und fordert zum Umsteuern auf: weg von einer verfehlten und antisozialen Sparpolitik, hin zu einer Geld- und Konjunkturpolitik mit Augenmaß, die echte Wachstumsimpulse geben und zu dauerhaft mehr Beschäftigung führen könne, heißt es im Klappentext weiter. Das ist ja noch zu verstehen. Doch wer sich durch das Buch kämpfen will, muss viel Ausdauer mitbringen. Es ist sehr dröge geschrieben und mit Zahlen, Tabellen und Grafiken überladen. “Ich wollte auch keinen Bestseller schreiben, das Buch ist mehr für die Profession gedacht”, sagt Horn. Will heißen: für seine Berufskollegen, die in der Mehrheit Verfechter der Angebotstheorie sind und nicht, wie er, ein Nachfragetheoretiker. Was das ist? “Wenn die Menschen mehr kaufen sollen, brauchen sie mehr Geld”, sagt Horn. Das ist die Nachfragetheorie in einem klaren und verständlichen Satz. Ach, wenn doch alle Sätze in diesem Buch so verständlich wären!
“Mutig” bezieht der Konjunkturexperte Gustav A. Horn Position gegen die herrschende Meinung und fordert zum Umsteuern auf: weg von einer verfehlten und antisozialen Sparpolitik, hin zu einer Geld- und Konjunkturpolitik mit Augenmaß, die echte Wachstumsimpulse geben und zu dauerhaft mehr Beschäftigung führen könne, heißt es im Klappentext weiter. Das ist ja noch zu verstehen. Doch wer sich durch das Buch kämpfen will, muss viel Ausdauer mitbringen. Es ist sehr dröge geschrieben und mit Zahlen, Tabellen und Grafiken überladen. “Ich wollte auch keinen Bestseller schreiben, das Buch ist mehr für die Profession gedacht”, sagt Horn. Will heißen: für seine Berufskollegen, die in der Mehrheit Verfechter der Angebotstheorie sind und nicht, wie er, ein Nachfragetheoretiker. Was das ist? “Wenn die Menschen mehr kaufen sollen, brauchen sie mehr Geld”, sagt Horn. Das ist die Nachfragetheorie in einem klaren und verständlichen Satz. Ach, wenn doch alle Sätze in diesem Buch so verständlich wären!
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